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Mönchengladbach: Fahrradständer und Blumenkübel für die Altstadt

Fahrradständer und Blumenkübel in Mönchengladbach : Nachbarschaftsinitiativen hübschen Altstadt auf

Neue Fahrradständer mit Blumenkübeln bieten sichere Abstellmöglichkeiten mit blühenden Farbtupfern. Realisiert wurde das Projekt von Anwohnern in Kooperation mit dem „Eine Erde“-Verein und der Initiative Altstadt.

Eigentlich war für das Projektende eine Party geplant, doch die fällt nun wegen Corona aus. Die Akteure der Altstadt nehmen es gelassen. Sie freuen sich, dass ihre Vorstellung von Fahrradständern in Kombination mit Pflanzenkübeln an drei Standorten in der Altstadt realisiert ist. Mit einer Pflanzaktion beim Kulturcafé „Köntges“ ist die Kampagne im Wesentlichen beendet. Da die Anwohner die Blumen in den Kübeln aber auch pflegen und gießen wollen, gestalten sie die Fortsetzungsgeschichte mit.

Dabei hofft Stephan Rüland von der Initiative Altstadt, dass Sina Ebert dem „Kulturcafé“ in der Waldhausener Straße möglichst lange erhalten bleibt.  Sie dürfte den besten Überblick auf die Blumen beim „Köntges“ haben und ihr traut er auch den grünen Daumen für die optimale Pflege zu. „Es sind viele Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen“, kommentiert Rüland die jüngste Maßnahme zur Verschönerung der Altstadt.

Diese nahm ihren Anfang im Antrag von Anwohnern der Gasthaus- und Heinrichstraße auf Einrichtung von drei Fahrradständer-Modulen. Unterstützung gaben der Verein „Eine Erde“ und die Initiative Altstadt. Die war insbesondere vertreten durch Oliver Jansen und Thomas Hoffmann. „In der Altstadt nehmen die Autos viel zu viel Platz in Anspruch“, so Hoffmann. Der Altstadtbewohner hofft, dass die Fahrradständer als Einladung an Besucher wirken, öfter mal mit dem Fahrrad als mit dem Auto auf den Abteiberg zu kommen.

Den Ständer beim „Köntges“ schätzt er als idealen Standort ein für Kunden der oberen Kneipen wie auch für Spaziergänger des kleinen Parks. Die schon ein wenig älteren Module in der Gasthausstraße würden sehr gut genutzt, fasst der Künstler seine Beobachtungen zusammen. Zuvor hätten Radfahrer ihre Velos oft an Straßenlaternen angeschlossen oder an den Gittern von Kellerfenstern und die schmalen Gehwege versperrt.

Hoffmann ist dankbar für die Unterstützung durch den städtischen Fachbereich 66, zuständig für Straßenbau und Verkehrstechnik. Finanziert wurde das Projekt aus dem Programm zur Wohnumfeld-Verbesserung bei bürgerlichem Engagement. Stadtteilkoordinator Marius Müller begleitete das Vorhaben und bewertet es als weiteren Mosaikstein zur Attraktivitätssteigerung der Altstadt.

„Wenn hier weniger Autos stehen, erhöht sich die Aufenthaltsqualität, und die Menschen können draußen besser sitzen, Kinder ungefährdeter spielen. Das lockt wiederum mehr Besucher an“, betont Müller. „Die Ständer und Blumenkübel tragen zur Vielfalt bei und beleben das Quartier. Wenn uns nun Leute fragen, wo sie ihr Rad abstellen können, verweisen wir sie jetzt hierhin“, schwärmt Michelle Skropke, Praktikantin im „Köntges“. „Die Stellplätze sind super und so wichtig für das Tagesgeschäft in der Altstadt“, begeistert sich ebenso Lars Lange vom Vorstand des Vereins „Eine Erde“. Er ist überzeugt, dass die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder die heimische Wirtschaft stärken, da sich über das Angebot die Zahl der Radfahrer und Fußgänger erhöhen wird.

Lange freut sich, dass einer der drei Fahrradständer beim Unverpackt-Laden „Tante LeMi“ steht. Schließlich passt das Konzept bestens zur Philosophie des kleinen Geschäfts. Nun hoffen alle Beteiligten, dass die Blumen in den flankierenden Kübeln ungestört von Vandalismus blühen und gedeihen. Aus gärtnerischer Sicht wurden jedenfalls robuste Pflanzen gewählt.