Mönchengladbach: Ex-Borussia-Spieler Dominguez gewinnt Prozess gegen Ex-Freundin

Verhandlung vor dem Landgericht Mönchengladbach : Ex-Borusse Dominguez gewinnt Zivilprozess gegen ehemalige Freundin

Àlvaro Dominguez hatte seiner Ex-Freundin Geld für einen Neustart gegeben. Im Gegenzug war die Übergabe einer Luxusuhr vereinbart worden. Nun muss die junge Frau das Geld zurückzahlen.

Der Ex-Borussenspieler Àlvaro Dominguez (30) hat einen Zivilprozess vor dem Landgericht gegen seine Ex-Freundin gewonnen. Die Richterin gab seiner Klage in vollem Umfang statt und verurteilte die Beklagte, insgesamt 17.500 Euro zuzüglich Zinsen an den Kläger zu zahlen. Das Gericht ging von folgendem Sachverhalt aus: Beide Parteien waren von Februar 2017 bis April 2018 ein Paar und lebten zuletzt gemeinsam in Madrid.

Anlässlich der Trennung habe die Beklagte den Kläger mehrfach um Geld gebeten, um den Neustart in Deutschland zu bewerkstelligen. Nachdem der Kläger der Beklagten Anfang Mai 2018 bereits 13.000 Euro überwiesen habe, habe er wenige Tage später nochmals weitere 4.500 Euro in bar an die Beklagte übergeben. Àlvaro Dominguez hatte vor Gericht ausgesagt, dass zwischen beiden Parteien vereinbart worden sei, dass seine Ex-Freundin ihm im Gegenzug für die Zahlung der 17.500 Euro ihre gebrauchte roségoldene Rolex Daytona Uhr gebe.

Zudem sei vereinbart worden, dass die Frau die restlichen 4.500 Euro erst bei Übergabe der Uhr erhalten sollte. Einige Tage nach der Überweisung des ersten Geldbetrags habe die Beklagte jedoch erklärt, dass sie das Umzugsunternehmen bar bezahlen müsse, das restliche Geld daher sofort benötige.

Vor Gericht hatte die Beklagte behauptet, Dominguez habe ihr 20.000 Euro als Geschenk versprochen, und erst vor der Zahlung der zweiten Teilsumme die Übergabe der Uhr als Bedingung dafür ausgelobt. Die Uhr wurde von der Beklagten nie übergeben, daher verlangte der Ex-Borusse nun sein Geld zurück.

Das Gericht folgte nach der Verhandlung im September, bei der beide Parteien ihre Sicht der Abläufe äußerten, dem Kläger und verurteilte die 31-Jährige: Bereits nach ihrer eigenen Darstellung sei die zweite Rate in Höhe von 4.500 Euro nur unter der Bedingung der Übergabe der Uhr gezahlt worden. Daher müsse die Beklagte auch die weiteren 13.000 Euro zurückzahlen. Die vom Kläger geschilderten Abläufe seien laut der Richterin „in sich schlüssig, lebensnah und – gemessen an der seit den Geschehnissen verstrichenen Zeit – detailliert“.

Die Darstellung der Beklagten sei dagegen in mehreren Punkten, etwa den geschilderten Abläufen rund um ihren bevorstehenden Umzug, lebensfremd und wenig plausibel gewesen. Neben der Rückzahlung der 17.500 Euro muss die Beklagte auch die Kosten des Rechtsstreits tragen. Gegen das Urteil kann sie Rechtsmittel einlegen.