Fest in Mönchengladbach „Ein starkes Zeichen gegen Ausgrenzung und Anfeindungen“

Schmölderpark · Zum ersten Mal fand im Stadtteil Schmölderpark ein Nachbarschaftsfest statt. 300 Gäste aus unterschiedlichen Kulturen lernten sich auf diese Weise kennen. Was das Fest so besonders machte.

 Zum ersten Nachbarschaftsfest lud die Gemeinde Herz Jesu Pongs im Stadtteil Schmölderpark ein.

Zum ersten Nachbarschaftsfest lud die Gemeinde Herz Jesu Pongs im Stadtteil Schmölderpark ein.

Foto: Pfarrei Herz Jesu

Der Stadtteil Schmölderpark ist schon deswegen ungewöhnlich, weil rund um den Park Menschen aller sozialen Schichten leben. Auf der einen Seite stehen große Villen, auf der anderen die Plattenbauten mit Sozialwohnungen und dazwischen die Reihenhäuser junger Familien. Es ist also eine bunte Mischung von Menschen, die sich hier trifft. Das zeigte auch das erste Nachbarschaftsfest an der Eibenstraße, das die katholische Pfarrei Herz Jesu organisiert hat.

Mit Unterstützung der Stadt stellten die Organisatoren für die rund 300 Gäste ein buntes Programm auf die Beine. Dafür hat die Wohnungsgesellschaft LEG sowohl eine Wiesenfläche als auch eine Hüpfburg zur Verfügung gestellt.

Nachdem Gemeindereferent Daniel Scherer das Fest offiziell eröffnet hatte, machte Kinderlieder-Macher Thomas Wimmer mit seinen Mandolinis seine kunterbunte Kinderliederkiste auf. Heraus kamen Lieder zum Mitsingen und Tanzen für die jüngeren Gäste. Auch der Chor Gönül Dostlari und der Trommlercorps Hockstein brachten jede Menge Musik mit.

Weil ein Nachbarschaftsfest davon lebt, dass viele Nachbarn mitmachen, haben die Kita „St. Johannes“, die „Alternative zur Erziehung im Heim“ (Azeh e. V.), die Gesamtschule Espenstraße, der Fußballverein Rot-Weiß Hockstein, das Begegnungszentrum Hannes, das Jugendhaus JAM sowie die evangelische Kirchengemeinde und die muslimische Gemeinde „Masjid Arrahman“ einiges beigetragen. So gab es ein Fußballturnier und einen Trödelmarkt.

Dass hier viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen friedlich miteinander leben, zeigte sich auch an dem spontan entstandenen Buffet: Viele Gäste brachten selbst zubereitete Spezialitäten aus ihren Kulturen mit, die gerne von der Nachbarschaft probiert wurden. „Die fröhliche Stimmung und das Miteinander sind ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und Vielfalt und damit gegen Ausgrenzung und Anfeindungen“, freute sich Daniel Scherer.

(gam)