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Mönchengladbach: Erstes Autokino der Stadt von Initiative Cinedrive geplant

Initiative Cinedrive : Mönchengladbach bekommt ein Autokino

In Zeiten der Corona-Pandemie müssen die Mönchengladbacher künftig nicht mehr auf das Kinoerlebnis verzichten. Ab dem 16. April startet das erste Autokino der Stadt mit der ersten Vorführung auf dem Messegelände Nordpark.

Der Kinobetrieb in Mönchengladbach ruht zunächst bis zum 19. April. Ob die Kinokassen danach wieder öffnen, ist noch ungewiss. „Das Kino ist für viele ein zweites Wohnzimmer, die Kunden vermissen das“, sagt Markus Brinkmann vom Comet Cine Center. Daher haben sich fünf lokale Event-Unternehmen zusammengeschlossen und ein Autokino für Mönchengladbach entwickelt. „Cinedrive“ heißt das Konzept und bietet ab dem 16. April täglich drei Filme an. Alle Infos im Überblick.

Wer steckt hinter der Initiative? Die Veranstaltungs-Agenturen terz machen, 3S, Soundmagic und Ministry of light sowie das Comet Cine Center Mönchengladbach haben die Idee geboren. „Wir haben alle viel Zeit, die wir sonst nicht haben. Das bringt uns in die Situation, zu überlegen, woran es vielleicht in Mönchengladbach fehlt“, sagt Oliver Leonards, Geschäftsführer der Agentur terz machen. Vergangenen Freitag dann kam das offizielle „okay“ der Stadtverwaltung. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners freut sich über die Initiative: „Seitens der Verwaltung steht nichts im Wege.“

Wo wird das Autokino sein? Für Cinedrive wird die vorhandene Infrastruktur des Messeparkplatzes genutzt. Die Filme werden auf zwei Leinwänden gezeigt: eine LED-Leinwand für die Tagesvorstellung und eine andere, die ab der Dämmerung bespielt werden kann. Für die Frühvorführung gibt es 150 Autostellplätze, für die Spätvorführung 300.

Wo gibt es Tickets? Erste Vorbestellungen sind ab Karfreitag, 10. April, über die Homepage www.cinedrive.de möglich. Die Kosten betragen 22 Euro pro Pkw. In einem Auto drüfen zwei Personen mit Kindern unter 14 Jahren Platz nehmen. Wichtig: „Es müssen die eigenen Kinder sein. Und nur so viele, wie Sitzplätze vorhanden sind“, sagt Leonards.

Wie funktioniert’s? Das Online-Ticket wird am Einlass durch die geschlossene Fensterscheibe gescannt. Der Ton wird über eine UKW-Frequenz direkt ins Auto gesendet. Wer diese nicht über sein Autoradio empfängt, kann ein mobiles Radio mitbringen. Der Motor muss ausgeschaltet sein, nur die Zündung darf für das Radio an sein. „Falls die Batterie leer gehen sollte, haben wir ein Startkabel vor Ort“, sagt Leonards.

Welche Maßnahmen gibt es? Auch hier gilt: So wenig Kontakt wie möglich. Die Autos stehen mit mindestens zwei Metern Distanz zueinander. „Die Besucher werden aufgefordert, nicht auszusteigen, außer sie müssen auf die Toilette“, sagt Leonards. Die sanitären Anlagen sind personell besetzt und es gibt Desinfektionsmittel. Außerdem achtet ein Ordnungsdienst auf die Abstandregel. Die Bewirtung werde noch mit den Behörden geklärt, so Leonards: „Man könnte Lunch-Pakete vorpacken, also eine schließbare Flasche statt eines Bechers.“

Welche Filme werden zu sehen sein? Die Filmtitel sind noch in der Abstimmung, so Brinkmann. Es werden aktuelle Filme und ein Familienprogramm angeboten. Zusätzlich sind Filmeventtage und Überraschungsvorführungen in Planung. Neben Filmvorführungen soll es auch kleine Aktionen geben. „Wir wollen im Vorprogramm Kultur-Projekte unterstützen“, sagt Leonards.

Info: Besuchen Sie auch die neue Plattform der Rheinischen Post unter www.rp-gemeinsamstark.de. Auf dieser Plattform wollen wir Helfer und Hilfsbedürftige zusammenführen, beispielsweise für den Einkauf für einen älteren Nachbarn oder das Hilfspaket für Obdachlose. Gleichzeitig wollen wir einen Marktplatz für Dienstleistungsunternehmen aus Handel, Handwerk und Gastronomie schaffen, die durch die Krise in Not geraten sind.