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Mönchengladbach: Dritter Nackenschlag für NEW bei E-Scootern

Schadhaftes Bauteil wird ausgewechselt : E-Scooter: Dritter Rückschlag für NEW

Eine nicht funktionierende App, ein flinkerer Konkurrent und jetzt ein schadhaftes Bauteil.

Eigentlich sollten sie am Mittwoch an den Start gehen – die neuen E-Scooter von NEW und Anbieter „Floatility“. Angekündigt waren die Flitzer schon für den Sommer. Aber der Wheesy-Floater, wie der E-Scooter von NEW und Partner genannt wird, will nicht so richtig in Gang kommen. Zuerst gab es Schwierigkeiten mit der App, dann zog Mitstreiter Tier vorbei und sorgte dafür, dass die elektrischen Tretroller bereits durch die Stadt kurven, und jetzt hakt es wieder. Dieses Mal kam der Rückzieher im letzten Moment, nämlich am Tag der geplanten Präsentation. Der Grund: Bei einem geringen Prozentsatz der Wheesy-Floater gebe es einen technischen Mangel mit einem Bauteil in der Radaufhängung, wie Oliver Risse, Geschäftsführer von Floatility mitteilte. Weil die Sicherheit vorgehe, habe man sich schon vor einiger Zeit gemeinsam mit der NEW entschieden, das Bauteil durch eine verstärkte Variante auszutauschen. Bei erneuten Tests in den vergangenen Tagen habe man aber leider feststellen müssen, dass das neu angefertigte Bauteil aus glasfaserverstärktem Kunststoff Lufteinschlüsse aufweist, die sich auf die Stabilität auswirke.

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Also wird es noch eine Zeitlang dauern, bis der NEW-Foatility-Roller auf die Straße gehen kann. „Unser Zulieferer hat den Fehler schon analysiert und will Ersatz schicken. Dann werden wir die Floater erneut testen“, sagt Risse. Wann genau die neuen E-Scooter an den Start gehen, darüber könne man noch keine seriösen Aussagen machen. Aber es werde bald geschehen, so der Floatility-Geschäftsführer.

Dass Mitbewerber Tier nun einen deutlichen Wettbewerbsvorteil haben könnte, sieht Risse nicht so. Schließlich gebe es in allen Städten mehrere Anbieter. Außerdem gebe es deutliche Unterschiede zwischen dem E-Tretroller und dem Wheesy-Floater.

Der E-Scooter von Tier hat zwei Räder und eine kleinere Aufstellfläche. Der Floater der NEW hat drei Räder und ein breiteres „Board“, beide Füße können nebeneinander stehen. Das gebe ein sicheres Gefühl, meint Risse. Außerdem könne der Floater nicht so schnell umkippen, wenn er abgestellt werde. Im Übrigen fahre sich der Floater auch ganz anders als der E-Scooter.

 Auch wenn es mit dem Floater noch nicht geklappt hat, E-Roller des Herstellers Kumpans, die 50 km/h fahren und Vespas ähneln, warten im Stadtgebiet ab sofort auf ihren Einsatz. 20 Exemplare können mit „Wheesy“ dem elektrischen Mobilitäts- und Sharingangebot der NEW geliehen werden. Feste Stationen wird es nicht geben. Die Ausleihe und die Rückgabe der Roller sei in einer vordefinierten Mobilitätszone – von Lürrip bis Waldhausen und von Eicken bis zur Grenze von Geistenbeck – möglich. Servicekräfte der NEW kümmern sich darum, dass an markanten Punkten wie dem Hauptbahnhof Rheydt, am NEW-Blauhaus oder am Wheesy-Mobilitäts-Hub hinter dem Bahnhof in Mönchengladbach E-Roller bereitstehen. Die Abstellorte können via GPS in der „Wheesy- App“ ermittelt werden.