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Mönchengladbach: Die Parkbuchten in der Wildstraße sind nun markiert

Radarwagen der Stadt Mönchengladbach kommt später : Parkbuchten in der Wildstraße markiert

Immer wieder fahren Autos zu schnell durch die Wildstraße in Mönchengladbach. Eigentlich sollen dort Kinder spielen. Anwohner beklagten außerdem, dass die Markierung der Parkbuchten verblasst ist und sie deswegen häufig einen Strafzettel bekommen. Das Problem wurde nun behoben.

Vier Jahre hat es gedauert, nun sind sie endlich da: Die Markierungen der Parkbuchten am Ende der Wildstraße. Anwohnerin Julia Hösel hatte sich an das Ordnungsamt gewandt, nachdem eine Beschwerde ihrer Mutter vier Jahre zuvor noch zu keiner Reaktion geführt hatte.

Hösel setzt sich nach eigenen Angaben bereits seit September für bessere Verhältnisse in der Spielstraße am Ende der Wildstraße ein (die RP berichtete). Im verkehrsberuhigten Bereich ist das Parken nur in gekennzeichneten Flächen gestattet. Die Markierungen der Parkbuchten seien jedoch bereits seit Langem verblasst, die Anwohner würden häufig Strafzettel bekommen. Die Mags habe das Problem nun behoben, sagt Stadtsprecher Dirk Rütten. Ganz zufrieden ist Julia Hösel aber noch nicht. „Die Leute sehen jetzt, wo sie parken dürfen und wo nicht. Aber sie halten sich nicht daran“, beklagt die 42-Jährige.

Außerdem seien einige Anwohner der Ansicht, dass nicht alle Parkbuchten in der Spielstraße markiert wurden. Die Stadt wiederum erklärt, dass die Arbeiten abgeschlossen seien. „Die Mags hat sich den ursprünglichen Bebauungsplan angesehen und alle darauf ausgewiesenen Parktaschen neu markiert“, sagt Dirk Rütten.

Die Parkbuchten an der Wildstraße wurden von der Mags neu markiert. Foto: Julia Hösel

Ein anderes Problem, das Julia Hösel in der Spielstraße beklagt, konnte jedoch noch nicht gelöst werden. Im verkehrsberuhigten Bereich darf nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Daran würden sich viele Autos in der Wildstraße jedoch nicht halten. Eine Auswertung der Stadt nach einer Messung vor Ort ergab, dass knapp 77 Prozent der gemessenen Fahrzeuge die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten. Nun will die Stadt eine Kontrolle mithilfe eines Radarwagens durchführen. Das Problem: Der herkömmliche Wagen der Stadt misst erst ab 20 Stundenkilometern verlässlich. Ein neu bestellter Wagen sollte ursprünglich im Mai geliefert werden. Es kam jedoch zu Verzögerungen – wegen Corona. Ein neuer Liefertermin sei noch nicht genannt worden, erklärt Dirk Rütten. Sobald der Wagen da ist, dauere es aber nicht lange, bis er in der Wildstraße aufgestellt werden könne.

Julia Hösel hofft auf das Eingreifen der Stadt gegen die Raser in der Spielstraße. Sie ist jedoch skeptisch, ob eine Kontrolle ausreicht. „Eine Radarmessung ist gut und wird der Stadt sicher den ein oder anderen Euro bringen. Aber ich bezweifle, dass das die Spielstraße tatsächlich nachhaltig beruhigen kann.“ Sie wünscht sich bauliche Maßnahmen, beispielsweise Bodenschwellen, um die Autofahrer auszubremsen. Doch auch darauf müssen die Anwohner der Wildstraße noch warten. „Ob bauliche Veränderungen sinnvoll oder notwendig sind, kann erst entschieden werden, wenn verlässliche Daten aus der Verkehrsüberwachung erhoben sind“, erklärt Dirk Rütten.