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Mönchengladbach: Der Bauhaus-Fachmarkt hat vor seiner Eröffnung bereits einige Kunden eingeladen

Einkaufen in Mönchengladbach : Entdeckungstour im Bauhaus-Fachmarkt

Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Filiale in Mönchengladbach wurde dort bereits fleißig eingekauft. Was der Fachmarkt in Rheydt zu bieten hat und was Kunden sagten. Ein Blick in das Geschäft.

Familie Kraftzyk hat es eilig. Aufgeregt schieben die vier Gladbacher ihre zwei Einkaufswagen in Richtung Eingang der Bauhaus-Filiale. „Wir wohnen in Odenkirchen und sind einfach froh über die neue Einkaufsmöglichkeit“, sagt Beate Kraftzyk. „Für Haus und Garten braucht man immer spontan irgendetwas.“ Die Familie renoviert gerade ihre Treppe und suchte deswegen nach einer Schleifmaschine. Dabei sollte es bei dem ersten Einkauf im Fachmarkt aber nicht zwingend bleiben: „Ich habe bereits einen sehr schönen Olivenbaum am Eingang gesehen. Der wäre vielleicht etwas für uns“, sagte Christof Kraftzyk und lacht.

Die Familie und einige andere Gladbacher hatten bereits vor der offiziellen Eröffnung der Bauhaus-Filiale an der Odenkirchener Straße am Mittwoch die Möglichkeit, die Gänge der neuen Filiale zu durchstöbern. Während drinnen Menschen schon große Pakete auf ihre Einkaufswagen wuchteten und über die passende Wandfarbe oder Esstischlampe diskutierten, fand draußen auf dem Parkplatz ein kleiner Eröffnungsempfang statt.

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Filialleiter André Koenen hatte gleich doppelten Grund zu feiern, denn exakt auf den Tag der Eröffnung mit Gästen fiel auch sein 49. Geburtstag. Er ist Rheydter, zur Arbeit hat er es jetzt nicht weit. Aufgewachsen sei er an der Keplerstraße, verrät er den Gästen. „Ich auch“, ruft Bürgermeisterin Josephine Gauselmann. Ihr Vater sei dort Handwerker und begeistert von der nahen Versorgung mit Fachmaterial. Gauselmann (SPD) hielt ebenso wie ihr Parteifreund, Bezirksvorsteher Ulrich Elsen, ein Grußwort. „Es ist toll zu sehen, dass dieser Ort wiederbelebt wird“, sagte die Bürgermeisterin. Elsen wünschte Bauhaus „viel Erfolg für diesen Standort“. Immerhin ist es fast eine Rückkehr. Denn von 1980 bis Mitte der 1990er Jahre war Bauhaus nicht weit entfernt an der Limitenstraße mit einer Filiale vertreten.

„Wir haben gut zehn Jahre aktiv nach einem passenden Platz in Mönchengladbach gesucht und nun endlich gefunden“, berichtete Linda Korinth, die Geschäftsführerin von Bauhaus Rheinland, begeistert. Der Standort am Niederrhein sei ideal dafür geeignet das Filial-Netz von Bauhaus weiter zu verdichten, auch wenn Abstriche gemacht wurden: „Normalerweise sind unsere Fachzentren 40.000 Quadratmeter groß. Hier mussten wir deswegen zum Beispiel auf einen Drive-In verzichten“, sagte Korinth.

Drinnen stand Varlik Yilmaz vor einem hohen Regal voller verschiedenfarbiger Fliesen. Unentschlossen betrachtete er das Sortiment, nahm ein Paket in die Hand und legte es wenig später kopfschüttelnd wieder zurück. In einem Monat bekommt seine Familie den Schlüssel für ihr neues Zuhause. Vor dem Einzug ist noch einiges zu tun: „Wir müssen das Haus von den Böden, bis zu den Türen komplett renovieren und sammeln deswegen hier schon einmal Ideen“, erzählte er. Yilmaz Frau war bereits unterwegs zur nächsten Regalreihe. Die beiden sind merklich froh, dass in Mönchengladbach jetzt ein Bauhaus öffnet: „Vorher mussten wir immer bis nach Düsseldorf fahren. Endlich gibt es jetzt einen Markt hier vor der Tür“, sagte der Vater.

Einige Meter entfernt warteten Alena Tokarev und Jasmin Samplatzki auf Kundschaft. Sie arbeiten beide als Fachberaterinnen im Bereich Sanitär. „Eine Neueröffnung ist immer spannend. Die Produkte sind dann neu arrangiert und echt anregend präsentiert“, sagte Samplatzki.

Ein Problem sich im neuen Fachzentrum zurecht zu finden, haben die beiden nicht: „Bei einem Rundgang wurde uns alles gezeigt und finden uns jetzt gut zurecht“, berichtete Tokarey. Beide arbeiten seit über fünf Jahren für Bauhaus und kennen sich in ihrem Fachbereich gut aus. Was würden sie den Gladbachern für eine zeitgemäße Umgestaltung ihres Bades empfehlen? „Besonders mattschwarze Badarmaturen sind im Moment in Mode“, erklärte Tokarev. Auch Aufsatzwaschtische sind sehr gefragt, ergänzte ihre Kollegin.

Wolfgang Manfort brauchte selbst keine Beratungshilfe. Drei Schwerlastregale sollen in seinem Keller Getränken den nötigen Platz bieten. Entspannt schob er die großen Pakete durch den Laden. „Mal sehen was ich sonst noch finde“, sagte er. Manfort begrüßt das neue Fachzentrum: „Konkurrenz belebt das Geschäft. Das kann nur gut sein.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Ein Blick in die Bauhaus-Filiale in Rheydt