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Mönchengladbach: Demonstration am Weltfahrradtag

Verkehr in Mönchengladbach : Radfahrer demonstrieren auf der Hittastraße

Bessere Radwege – das war am Weltfahrrad-Tag die zentrale Forderung von 120 Teilnehmern der Aktion. Auf dem Platz am Geroweiher gab es eine Kundgebung.

Immer mehr Mönchengladbacher nutzen das Fahrrad als alltägliches Fortbewegungsmittel. Damit sich für sie die Infrastruktur verbessert, lud der Fahrradclub ADFC Mönchengladbach gemeinsam mit der Altstadtinitiative, Radentscheid MG, der Grünen Jugend und Youth Beyond für den Weltfahrradtag am Donnerstag zu einer Fahrraddemo ein. „Viele Menschen beschäftigen sich mit dem Thema. Mönchengladbach will Fahrrad fahren. Doch an der Infrastruktur hat sich nicht viel geändert“, sagte Borgard Färber, Vorsitzender des ADFC, bei einer Kundgebung auf dem Parkplatz am Geroweiher. Zuvor hatte ein Abschleppdienst erst einmal einige widerrechtlich geparkte Autos entfernt, um den Platz für die 120 Teilnehmer frei zu machen.

„Die Schnellradwege, die gebaut werden, sind gut, aber für einen Strukturwandel im Alltag braucht es mehr“, sagt Färber. Ein Beispiel könnten geschützte Streifen, sogenannte Protected Bike Lanes, sein, wie sie für die Demo entlang der Hittastraße, über Aachener Straße und Baldericher Straße eingerichtet wurden. Hajo Siemes, Bürgermeister und Ratsherr, bat um Verständnis: „Gebt uns noch Zeit. Es ist klar, dass in einer Stadt, wo 30 Jahre das Auto Vorfahrt hatte, Änderungen Zeit brauchen. Fragt uns in fünf Jahren gerne noch mal“. 

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Nach drei Runden auf der Demo-Strecke zog Helga Siemes ein positives Fazit:  „Man fährt entspannter. Ob eine Protected Bike Lane auf Dauer eine Lösung sein kann, weiß ich nicht. Optimal wären natürlich getrennte Wege, wie in Holland.“ Auch Stefanie Wolgast wollte ein Zeichen setzen: „Wir wollen zeigen, dass es noch viel zu tun gibt.“ Melanie Baumann-Färber war mit einem Lastenrad und ihren zwei Kindern gekommen. Sie sagte: „Die Kinder fangen jetzt an Rad zu fahren. Dann wird einem klar, wie marode die Radwege sind. Den Schulweg werden wir auf jeden Fall, wenn es soweit ist, erst mal gemeinsam mit dem Rad beschreiten.“