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Mönchengladbach: Demo gegen die Verlängerung der S28 durch die Donk

Verlängerung der Regiobahn in Mönchengladbach : Mit Trommeln und Traktoren gegen die S28

Die Verlängerung der S28 durch das Landschaftsschutzgebiet Donk in Neuwerk erhitzt die Gemüter: Am Sonntag trafen sich Gegner zu einer Demo – mit vielen Traktoren und Musik. Weitere Aktionen sind geplant.

Bunt und laut, friedlich und coronakonform, so schlängelte sich am Sonntagnachmittag der Demonstrationszug von der Kirche in Bettrath zum Neuwerker Markt. Kostenpflichtiger Inhalt Das Anliegen der vielen Teilnehmer: Sie wollten auf die Bedrohung für das Landschaftsschutzgebiet Donk aufmerksam machen, das nach ihrer Ansicht durch Kostenpflichtiger Inhalt die Westverlängerung der S28 von Mönchengladbach nach Viersen zerstört werden würde. Bürgerinitiative und Verein „S28 – Nein Donk(e)“ hatten deshalb zur Protestaktion aufgerufen. „Es soll ein schöner Zug für alle sein, die gegen die Zerstörung der Donk sind“, sagte der Mitorganisator und Vereinsvorsitzende Willi Schmitz. „Wir wollen den Erhalt der Donk als Ruhezone für Menschen, als Rückzugsgebiet für Tiere, als Ort der Naherholung und als ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet.“

Angeführt wurde die Demonstration von einer Aktion der heimischen Landwirte, die mit 16 Traktoren voranfuhren und das Problem thematisierten: Durch den Bau der S28 würden nicht nur 10.000 Bäume wegen der Trasse abgeholzt, auch die Landwirtschaft würde beeinträchtigt durch die Abgabe von Ackerflächen und Weideland. „Wir sind nicht gegen die S28“, betonte neben Schmitz auch seine Mitstreiterin Leloe Gisbertz. „Wir sind für eine Verkehrswende und den Ausbau des ÖPNV.“ Aber es ginge nicht an, dass die Stadt Mönchengladbach auf der einen Seite den Klimanotstand ausrufe, um auf der anderen Seite den Naturschutz massiv zu schädigen.

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Auch viele Musiker beteiligten sich an dem Zug, unter anderem das Tambourcorps Neuwerk sowie die erste und die zweite Abteilung des Bundesschützen-Musikkorps Kleinenbroich und die Blaskapelle Rheinfeld. Mit 200 bis 300 Teilnehmern hatte Schmitz gerechnet. „Es dürften viel mehr gewesen sein“, sagte Gisbertz. Sie bezeichnete die Aktion als zweiten Erfolg innerhalb weniger Tage. Der erste war das Erreichen eines Quorums bei einer Unterschriftensammlung, mit der das Anliegen der Bürgerinitiative als Petition an den Stadtrat gerichtet wird. Die Liste wird Oberbürgermeister Felix Heinrichs am Dienstag um 14 Uhr im Rathaus Abtei überreicht. Die nächste Informationsveranstaltung ist bereits am Mittwoch, 30. Juni, auf dem Parkplatz an der Kranendonkhalle geplant. Dort diskutieren ab 15 Uhr die Anwohnerin Simone Todzy, Kurt Sasserath vom Nabu, Lother Bene, ehemals VRR, und Pro-Bahn-Vertreter Lothar Ebbers. Insbesondere der Fahrgastverband Pro Bahn unterstützt den Bau der S28 auf der ehemaligen Bahntrasse durch das Landschaftsschutzgebiet. „Wie bieten eine Alternative an“, betont Gisbertz, „aber vielleicht gibt es noch andere Ideen.“ Nur eine Lösung, die sei für die Menschen in Bettrath und Neuwerk überhaupt nicht zielführend: die angedachte durch die Donk.