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Mönchengladbach: Debüt für Theater-Neulinge in Musik, Tanz und Schauspiel

Kultur in Mönchengladbach : Debüt für Theater-Neulinge in Musik, Tanz und Schauspiel

Ein Pianist, zwei Balletttänzerinnen, ein Schauspieler und vier Orchestermusiker stellten sich jetzt bei einem gut besuchten und mit begeistertem Beifall bedachten Abend im Theater Mönchengladbach vor.

Seit zehn Jahren gibt es am Theater das von Operndirektor Andreas Wendholz initiierte „Opernstudio“. Es soll junge Sängerinnen und Sänger nach abgeschlossenem Hochschulstudium mittels zahlreicher Einsätze auf den Bühnenalltag vorbereiten. Inzwischen konnte – gefördert durch das NRW KULTURsekretariat und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW – diese Einrichtung um einen Pianisten, zwei Balletttänzerinnen, einen Schauspieler und vier Orchestermusiker erweitert werden. Sie alle stellten sich bei einem gut besuchten und mit begeistertem Beifall bedachten Abend im Theater Mönchengladbach vor.

Musiktheaterdramaturgin Ulrike Aistleitner, der die Leitung des „Jungen Theaters“ obliegt, informierte, dass die vier Orchestermusiker zurzeit die einzigen „Neulinge“ sind. Allen anderen wurde wegen Corona großzügig ihre Bleibezeit verlängert.

Die Geigerinnen Beatriz Filipe Moura (Spanien) und Kieko Miura (Japan), die Bratschistin Raquel Cobo Álvarez (Spanien) und der Cellist Leonard Rees (Deutschland) – drei von ihnen sind in dieser Woche bereits im Sinfoniekonzert eingesetzt – hatten sich mit dem 1. Satz des Klavierquartetts Nr.2, op.81 von Antonin Dvorak ein kammermusikalisches Schwergewicht vorgenommen, das sie mit edler Tongebung und souverän bewältigten. Klavierpartner war Pianist und Dirigent Avishay Shalom, der alle Orchesterbearbeitungen des Abends verfasst hatte und sämtliche Begleitparts am Flügel übernahm.

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Der aus Syrien stammende Schauspieler Raafat Daboul fesselte mit einem Auszug aus dem Schauspiel „Quartett“ von Heiner Müller, das er in vorbildlicher Deklamation vermittelte. Die Norwegerin Julianne Cederstam und die Italienerin Alice Franchini, inzwischen bereits in die Ballettcompagnie integriert, tanzten eindrucksvoll zu zwei Sätzen der Cello-Solosuite Nr. 3 C-Dur von Johann Sebastian Bach, der Leonard Rees seinen ausnehmend schönen Celloton lieh.

Die Mitglieder des Opernstudios Maya Blaustein Sopran, Boshana Milkov, Mezzosopran und Guillem Batllori, Bariton glänzten in wechselnder Besetzung mit Brahms, Puccini und Mendelssohn. Rafael Bruck (Bariton) aus dem Ensemble vertrat den erkrankten Studio-Tenor Robin Grunwald und bewältigte mühelos die ungewohnten Höhen. Zum Schluss vereinigten sich alle bei einem Mozart-Quartett – das Opernstudio, die vier Streicher als vollwertiger Orchesterersatz und Avishay Shalom am Flügel und gleichzeitig als unauffälliger Leiter des beglückenden Musizierens.