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Mönchengladbach: Das sind die SPD-Kandidaten für die Landtagswahl 2022

Landtagswahl 2022 in Mönchengladbach : SPD nominiert zwei junge Kandidaten für den Landtag

Josephine Gauselmann (27) und Michael Roth (32) treten für die beiden Gladbacher Direktmandate an. Im südlichen Wahlkreis, zu dem auch Rheydt gehört, gab es eine Kampfabstimmung – mit klaren Ausgang.

Die SPD in Mönchengladbach hat ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2022 bestimmt. Josephine Gauselmann (27) im nördlichen Wahlkreis und Michael Roth (32) im südlichen Wahlkreis werden im kommenden Jahr für die beiden Mönchengladbacher Direktmandate für die Sozialdemokraten kandidieren. Das legten die 96 anwesenden Delegierten der Ortsvereine am Dienstagabend in der Kaiser-Friedrich-Halle fest.

Um den südlichen Wahlkreis 49, der Rheydt, Wickrath, Giesenkirchen, Volksgarten und Odenkirchen umfasst, wurde in einer Kampfabstimmung zwischen Michael Roth und dem SPD-Ratsherrn Oliver Büschgens (46) gerungen. Roth setzt sich dabei in einer Kampfabstimmung durch, er erhielt 59,4 Prozent der Delegiertenstimmen, Büschgens kam auf 36,5 Prozent. In dem Wahlkreis tritt Hans-Willi Körfgens nach dann 22 Jahren im Landtag im kommenden Jahr nicht mehr an für die SPD.

Roth ist Rechtsanwalt aus Wickrath und seit der Kommunalwahl im Herbst vergangenen Jahres Mitglied des Stadtrates. Seit 2016 ist er Mitglied der Mönchengladbacher SPD. Er betonte in einer sachlichen Rede soziale Gerechtigkeit insbesondere in der Bildung und Wohnungspolitik. Büschgens, stellvertretender SPD-Chef in Mönchengladbach und Referent bei der Bezirksregierung Köln, hat wie Körfges seine Heimat in Giesenkirchen. Er betonte im Gegensatz zu Roth seine Herkunft und Verwurzelung im Stadtteil und stellte das Rheydter Zentrum und Chancengleichheit bei der digitalen Bildung von Schülern in den Mittelpunkt. Doch das zog bei den Delegierten weniger. Büschgens hatte zuletzt im vergangenen Jahr in der Ratsfraktion eine Niederlage hinnehmen müssen, als er bei der Abstimmung um den Fraktionsvorsitz im Stadtrat gegen Janann Safi verlor.

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Im Norden der Stadt tritt Josephine Gauselmann an. Sie hatte keine Konkurrenz. Die 27 Jahre alte Mitarbeiterin im Landtag ist seit der Kommunalwahl Bürgermeisterin der Stadt und Ratsmitglied. Gauselmann hielt die kämpferischste Vorstellungsrede und betonte darin den Schwerpunkt Bildungspolitik, Notstand in der Pflege, Klimaschutz und sozialen Wohnungsbau. Sie wolle den „sozialen Neustart Wirklichkeit werden lassen“. Gauselmann erhielt von den Delegierten 68,8 Prozent Zustimmung. Im Norden hat die SPD allerdings bisher noch nie das Direktmandat gewonnen, die CDU schickte immer den Abgeordneten nach Düsseldorf.

Gegen wen die beiden SPD-Politiker im kommenden Jahr antreten, ist noch nicht ganz geklärt. Die CDU etwa hat sich noch nicht festgelegt, ob die Abgeordneten Jochen Klenner (Norden) und Frank Boss (Süden) erneut antreten. Bisher hatten in der Stadt erst FDP und Grüne ihre Bewerber um die Direktmandate bestimmt. Die Grünen schicken Lena Zingsheim (Wahlkreis 49) und Martin Wirtz (Wahlkreis 50) ins Rennen. Die FDP hat Daniel Winkens (Wahlkreis 49) und Parteichef Andreas Terhaag (Wahlkreis 50) aufgestellt.