Mönchengladbach: Das sind die Preisträger des Junior-Benediktpreises 2019

Zum dritten Mal verliehen : Das sind die Preisträger des Junior-Benediktpreises

Bei der dritten Vergabe des Junior-Benediktpreises wurde das Engagement rund um das Filmprojekt „Asyland“ mit dem ersten Platz bedacht. Daneben gab es drei zweite Preise für weitere Projekte.

Das Motto klingt bestechend: „Wenn du mehr hast als du brauchst, dann bau dir längere Tische und keine höheren Zäune“, sagte Cagdas Yüksel bei der Verleihung des Junior-Benediktpreises. Damit nannte der junge Filmemacher die Antriebsfeder, die das Projekt „Asyland“ ins Rollen brachte. Der Dokumentarfilm wirft ein Licht auf Gedanken, Gefühle und Motivation von Flüchtlingen aus deren Perspektive. Stellvertretend für seine Mitstreiter Yannik Kerig und Alina Yüksel nahm der junge Filmemacher den mit 1250 Euro dotierten Junior-Benediktpreis in Empfang.

Nach 2015 und 2017 wurde der zum dritten Mal vom Verein „Benediktpreis von Mönchengladbach“ im Haus der Gladbacher Bank verliehen. Von der Qualität der Projekte überzeugt vergab die Jury einen ersten und drei zweite, jeweils mit 750 Euro dotierte Preise. „Die Nominierten sind alle so gut, dass wir nicht weiter differenzieren wollten“, begründete Helmut Linnenbrink die Entscheidung.

Zur Verleihung begrüßte der Vereinsvorsitzende unter den Gästen den Landtagspräsidenten André Kuper, den Hausherrn Hans-Peter Ulepic und den Kulturdezernenten  Gert Fischer. „Der Benediktpreis wendet sich an Empfänger, die viel geleistet haben und damit meist älter sind. Der Junior-Benediktpreis zeichnet das gesellschaftliche Engagement von Jüngeren aus, die ebenfalls Vorbild sein können“, so Linnenbrink vor dem Aufruf der nominierten Preisträger.

Marius Bruck stellte das ehrenamtliche Projekt der Kinderfreizeit der evangelisch-reformierten Gemeinde Gruiten vor. Sie organisiert ein facettenreiches Angebot mit christlich-religionsbezogenen Veranstaltungen, spannenden Freizeitangeboten und einer Heranführung an den späteren ehrenamtlichen Einsatz. „Wir haben uns wahnsinnig gefreut“, bekannte Aggi Majewsky, die mit einem jungen Team der Projektgruppe „Statt Flucht – angekommen in der Natur“ einen zweiten Preis annahm. Die Pfadfinderschaft St. Georg aus dem Diözesanverband Aachen hilft Flüchtlingen bei der Integration über Erfahrungen in der hiesigen Natur. „Wir zeigen Menschen aus anderen Kulturen und Naturräumen, dass Natur hier ein sicherer Rückzugsort ist“, so Majewsky.

Manuel Brey schließlich stellte die Allgemeine Konzertorganisation Sonsbeck vor, die musikalische Events sowie Benefizkonzerte organisiert und sich gegen Rassismus und Faschismus positioniert. „Bei uns gab es zu wenige Musikangebote, so haben wir begonnen, selbst zu organisieren. Zu unserem ersten ,Rock am Dick’ kamen 300 Besucher“, so Brey. „Sie packen an, suchen nach Partnern und bilden Netzwerke. Eine funktionierende Gesellschaft braucht Menschen wie euch“, sagte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners anerkennend in Richtung der Geehrten.  Bernd Hillekamps, stellvertretender Vereinsvorsitzender, betonte, dass die Preisträger in ihrem vielfältigen Tun durch das gemeinsame Ziel der Solidarität verbunden sind.

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