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Mönchengladbach: Das müssen Familien zum Schulstart wissen

Schulen in Mönchengladbach : Mit Maske: Wichtiges zum Schulstart

Wie sind die Mönchengladbacher Schulen auf den Wiederbeginn des vollständigen Präsenzunterrichtes vorbereitet? Was müssen Familien nun beachten? Wir geben einen Überblick.

Ab kommenden Mittwoch kehrt endgültig wieder Leben in die 69 Schulen der Stadt ein. Nach dem coronabedingten, vollständigen Lockdown sowie dem damit einhergehenden Homeschooling in den vergangenen Monaten gibt es zum Start des neuen Schuljahres wieder überall Präsenzunterricht – wenngleich mit einigen Vorschriften. Wie sehen diese in Mönchengladbach aus, und was müssen die Familien vor dem Schulstart wissen? Wir geben einen Überblick.

Zahlen Laut der Bezirksregierung in Düsseldorf gehen derzeit 35.418 Schülerinnen und Schüler auf die 69 Schulen der Stadt (Stand: 4. August).  Zudem arbeiten in Mönchengladbach 2778 Lehrkräfte. 2339 Kinder werden kommende Woche erstmals eine Schule besuchen, für sie ist es der Start in das erste Schuljahr.

Masken An allen weiterführenden Schulen müssen die Schüler nach den Ferien sowohl im Schulgebäude als auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen. In den Grundschulen dürfen die Kinder im Unterricht die Maske ablegen, wenn sie an festen Plätzen sitzen. Die Lehrkräfte können die Masken im Unterricht ebenfalls abnehmen, wenn anderthalb Meter Abstand eingehalten werden können.

Diese Regelung gilt zunächst bis zum 31. August und ist für alle Schulen verbindlich. Konkrete Vorgaben, wie die Schulen gewährleisten können, dass die Schüler beispielsweise ihr Pausenbrot auf dem Schulgelände ohne Maske zu sich nehmen können, gibt es indes nicht. „Das ist eine innerschulische Angelegenheit. Die Stadt weiß nicht, wie die einzelnen Schulen das regeln“, sagt Schuldezernent Gert Fischer.

Maßnahmen Einige Dinge wie Abstandsmarkierungen oder das Umstellen der Tische in den Klassenräumen haben die Schulen schon vor den Ferien geregelt. Über die Maskenpflicht hinaus weist nun die Landesregierung in ihrem Konzept aber auch darauf hin, dass „eine regelmäßige und wirksame Durchlüftung der Unterrichtsräume sicherzustellen ist“. Doch was geschieht, wenn Fenster nur gekippt oder gar nicht geöffnet werden können? „Wir haben während des Sommers kontrolliert, dass überall Möglichkeiten zur Lüftung bestehen. Dabei ist das Lüften nicht nur eine Frage der Fenster, sondern vor allem eine des regelmäßigen Querlüftens zwischen den Unterrichtseinheiten unter Zuhilfenahme der Türen“, sagt Fischer.

Bei der Frage nach genügend Waschbecken ist die Situation in den Mönchengladbacher Schulgebäuden in Abhängigkeit vom Baujahr und den damals jeweils bevorzugten Konzepten sehr unterschiedlich. „Die Erfahrungen aus den Wochen vor den Sommerferien scheinen zu zeigen, dass die Zahlen überall ausgereicht haben“, sagt Fischer. Des Weiteren kann laut Landesregierung der Unterricht zwischen 7.30 und 8.30 Uhr beginnen, um den Schulalltag zu entzerren. Dazu Fischer: „Wann der Unterricht beginnt, entscheidet die Schule. Der örtliche Verkehrsträger und die Stadt stellen sicher, dass der ÖPNV stadtweit morgens so dicht getaktet ist wie irgend möglich.“

Ausstattung Die Schüler sind selbst dafür verantwortlich, Mund-Nasen-Bedeckungen zu beschaffen. Ansonsten müssen sie über ihre Unterrichtsmaterialien hinaus nichts mit zur Schule bringen. Doch die Vitusschule regt beispielsweise in einem Elternbrief zum Schulstart an, dass ihre Grundschüler für ihre Masken bestenfalls eine kleine Box wie beispielsweise eine Butterbrotdose mitbringen sollten, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.

Desinfektionsmittel stehen derweil laut Stadt in den Schulen frei zur Verfügung. Zudem erhält Mönchengladbach 2,6 Millionen Euro vom Land, um weitere digitale Endgeräte – vor allem für Schüler mit besonderen Bedarf – anzuschaffen. Allerdings weist Fischer darauf hin, dass „das Geld kassenwirksam bis zum 31. Dezember ausgegeben werden muss“. Auch die Lehrkräfte sollen mit weiteren Endgeräten ausgestattet werden.

Infektion Welche Szenarien sind möglich, wenn an einer Schule ein Krankheitsfall auftritt? Die Landesregierung verweist auf die Fachkompetenz des örtlichen Gesundheitsamtes, dessen Experten entscheiden über die folgenden Schritte. Das kann beispielsweise die zeitweise Quarantäne einer Gruppe von Personen, etwa einer Klasse oder einer Jahrgangsstufe, oder aber auch eine komplette Schließung der Schule sein.