Umbau in Mönchengladbach Kinder übernehmen Spielplatz in Hardterbroich

Mönchengladbach · Die Spielfläche an der Karl-Kämpf-Allee wurde von der Stadttochter Mags nach Ideen und Vorschlägen der Kinder in der Nachbarschaft umgebaut. Was Familien dort jetzt erleben können.

Birgit Krefting, Volker Küppers und Nicole Hoffmann (v.l.) eröffneten mit Kindern den umgestalteten Spielplatz an der Karl-Kämpf-Allee.

Birgit Krefting, Volker Küppers und Nicole Hoffmann (v.l.) eröffneten mit Kindern den umgestalteten Spielplatz an der Karl-Kämpf-Allee.

Foto: Markus Rick (rick)

Jonathan will nicht lange reden. Er muss spielen. Der Fünfjährige findet es „super“ und flitzt von der Rutsche zum Klettergerüst auf dem neu gestalteten Spielplatz an der Karl-Kämpf-Allee in Hardterbroich. Der Knirps steht mit seiner Meinung nicht allein. „Mir gefällt es hier 100-prozentig“, sagt der neunjährige Mateo. Er gehört zu den Kindern, die sich an der Planung des neuen Platzes beteiligt haben.

Bei der Feierstunde zur Eröffnung ist er selbstverständlich dabei. Nicole Hoffmann, im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie zuständig für die Spielplätze, hatte zur Eröffnung der neu gestalten Fläche unter den schattenspendenden Bäumen eingeladen. „Der Umbau wurde durch rund 100.000 Euro aus dem städtebaulichen Förderprogramm ‚Soziale Integration im Quartier NRW‘ ermöglicht“, berichtet sie. Die Planung, basierend auf den Ideen und Wünschen der Kinder, hat die Mags-Landschaftsarchitektin Birgit Krefting erstellt. „Entstanden sind zwei Spielbereiche“, erläutert sie und findet dabei die Zustimmung des Experten Mateo: „Ein Kleinkinderbereich mit Spielanlage, Rutschen, Kleinkinderschaukel und Reck und ein Bereich für die Größeren mit Kletteranlage, Karussell und Schaukel.“ Auch wurde der Wunsch vieler Eltern und Großeltern berücksichtigt: „Es gibt viele Sitzmöglichkeiten für einen angenehmen Aufenthalt.“

Zufrieden ist Martin Ansorge, der seinen Sohn beim Spielen beobachtet. „Hier sieht es jetzt wieder deutlich gepflegter aus.“ Die Kinder hätten ihm berichtet, es sei jetzt „voll schön“. Der neue Spielplatz ist gut aufgeteilt, liegt zentral, ist von einem lichten Zaun umgeben – und hat einen großen Vorteil, wie Mutter Bettina Partmann festgestellt hat: „Es gibt hier kein Problem mit Mücken.“ Sie ist froh, dass es diese offenen Quartierspielplätze in Mönchengladbach gibt.

Zur Vorgeschichte sagte Bezirksvorsteher Volker Küppers: In unmittelbarer Nähe habe sich einst das Eintracht-Stadion als Spielstätte des PSV befunden. Nachdem der PSV in die ehemalige Radrennbahn umgezogen sei, sei das Stadiongelände an einen Investor verkauft worden, der dort Wohngebäude errichtete. Seiner Verpflichtung, einen Spielplatz zu bauen, habe er nach einer Abstandszahlung an die Stadt nicht nachkommen müssen. Dank der Beharrlichkeit der Bezirksvertretung sei es dazu gekommen, dass dieses Geld für die Umgestaltung des Spielplatzes an der Karl-Kämpf-Allee verwandt wurde. Insgesamt hat das Jugendamt rund 120.000 Euro in die Hand nehmen müssen.

„Ein Problem beim Umbau waren die Wurzeln der Bäume“, räumt Birgit Krefting ein. Die Bäume sollten auf keinen Fall gefällt werden. Damit kein spielendes Kind über Wurzeln stolpert, wurde die Spielanlage angehoben.