1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Corona treibt Krankenstand auf Spitzenwerte

In Mönchengladbach : Corona treibt Krankenstand auf Spitzenwerte

Die Corona-Pandemie hat Mönchengladbach früher und heftiger getroffen als andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Das macht sich auch an einer hohen Zahl von Krankschreibungen bemerkbar.

Zumindest nach einer Erhebung des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Rheinland / Hamburg ist der Krankenstand in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 in der Region Mönchengladbach / Kreis Heinsberg besonders signifikant gestiegen ist. Zwischen Januar und April habe er um 10,24 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, teilte die Krankenkasse jetzt mit. Nur knapp hinter diesem Wert lag die Region Oberberg / Leverkusen / Rhein-Berg-Kreis mit einem um 10,03 Prozent höheren Wert als im Vergleichszeitraum des Jahres 2019.

Die AOK geht davon aus, dass viele Beschäftigte vor allem zu Beginn der Corona-Krise die Möglichkeit genutzt haben, sich bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege telefonisch krankschreiben zu lassen ohne eine Arztpraxis zu besuchen. Dafür spreche auch, dass trotz der hohen Krankenstände viele Fachärzte über leere Wartezimmer geklagt hätten.

Wenn die Anzahl der Krankschreibungen im Raum Mönchengladbach / Heinsberg auch besonders hoch war, so ist sie doch nur die Spitze eines allgemeinen Trends. Laut AOK waren im März in der Region Rhein / Ruhr so viele Arbeitnehmer wie seit 20 Jahren nicht mehr krankgeschrieben. In diesem Monat habe der Krankenstand an Rhein und Ruhr bei 7,6 Prozent gelegen. 2019 seien es im März 6,1 Prozent gewesen. In Duisburg und Oberhausen dagegen ist der Krankenstand 2020 mit einem Zuwachs um 3,89 Prozent am geringsten gestiegen.

(RP)