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Mönchengladbach: Corona-Test vor Aufnahme in Altenheim nun Pflicht

Verfügung der Stadt Mönchengladbach : Corona-Test vor Aufnahme in Altenheim nun Pflicht

Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Virus hat die Stadt Mönchengladbach Regeln erlassen, die auch Krankenhäuser und Ärzte einbeziehen. Die Verfügung enthält überdies Quarantäne-Auflagen.

Ohne auf das neuartige Coronavirus negativ getestet zu sein, können Menschen derzeit nicht mehr in ein Mönchengladbacher Altenheim oder eine Kurzzeitpflegeeinrichtung aufgenommen werden. Das hat die Stadtverwaltung jetzt in einer Allgemeinverfügung bestimmt. Und zwar „zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von Corona“, hieß es in einer Mitteilung der Stadt. Diese Regelung gilt nicht nur für Menschen, die neu in eine Einrichtung aufgenommen werden. Auch Bewohner, die vorübergehend in einem Krankenhaus waren und wieder ins Heim zurückverlegt werden, müssen nun zuvor auf das Coronavirus getestet sein.

„Ich freue mich, dass wir endlich eine Klarstellung haben, was wir alle in dieser Stadt einheitlich zu tun haben“, kommentiert Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der städtischen Sozial-Holding die neue Verfügung. Mit allen meint er nicht nur sämtliche Altenheim-Betreiber in der Stadt, sondern auch Krankenhäuser und Ärzte. Denn die sind in der Verfügung der Stadtverwaltung auch angesprochen: Krankenhäuser müssen einen Corona-Test nach den aktuellen Bestimmungen des Robert-Koch-Instituts gewährleisten, bevor sie einen Altenheim-Bewohner in die Einrichtung entlassen. Das gilt laut Verfügung auch für Patienten, die daheim von einem ambulanten Pflegedienst betreut werden.

Bei Neuaufnahmen in Pflegeeinrichtungen, die nicht aus einem Krankenhaus kommen, „ist eine Testung durch einen Haus- oder Facharzt vorzunehmen“, teilte die Stadt mit. Personen, die neu in eine vollstationäre Dauer- oder Kurzzeitpflegeeinrichtung aufgenommen werden oder nach mindestens 24-stündigem Krankenhausaufenthalt in die Einrichtung zurückkehren, müssten 14 Tage lang in der Einrichtung von den übrigen Bewohnern getrennt untergebracht werden – in Einzelzimmerquarantäne oder in einem separaten Quarantänebereich. Ein zweiter Test durch den Haus- oder Facharzt sei frühestens am fünften Tag nach Aufnahme angeordnet. Ist dieser negativ, darf die Quarantäne vorzeitig beendet werden.

Sozial-Holding-Chef Helmut Wallrafen sind diese Regelungen willkommen, auch wenn er sie als Verschärfung entgegen dem allgemeinen Trend zu Lockerungen betrachtet.