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Mönchengladbach: Clausmarkt finde in der Kaiser-Friedrich-Halle statt

Shoppen in der Kaiser-Friedrich-Halle : Clausmarkt lässt keine Wünsche offen

Kalender, Gin, Gewürze, Schmuck — auf dem Markt der schönen Dinge gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Die Besuchermenge ist überschaubar, doch das stört die Veranstalter nicht, im Gegenteil.

„Danke, Myriam, der Clausmarkt ist der wichtigste Termin im Jahr für mich“, ruft eine begeisterte Besucherin der Organisatorin des „Marktes der schönen Dinge“ beim Verlassen der Kaiser-Friedrich-Halle zu. Die war am Wochenende Schauplatz des beliebten Marktes, der im Vorjahr aufgrund der Pandemie ausfallen musste. Am Wochenende galten die 2G-Plus-Regeln, die Stände in der Halle waren auf zwei Etagen und die Flure gut verteilt worden. „Ich bin wirklich zufrieden,“ sagte Myriam Topel, „es ist mehr los, als ich erwartet haben, aber nicht so viel, dass ich mir Sorgen machen muss.“ Für Topel ist der Clausmarkt ihr Herzblut. „Das Schönste daran ist es, die Menschen zum Strahlen zu bringen.“

99 Händler waren gekommen, 30 lokale, was Topel besonders freute, 35 der Aussteller nahmen zum ersten Mal am Clausmarkt teil. 64 Händler hatten zum Teil weite Anreisen auf sich genommen, kamen aus Berlin, Hamburg, aus Franken. So wie die „Fliegenfischer“, vertreten von Antje Matschullat. Zum ersten Mal in Mönchengladbach, freute die Eckentalerin sich, mit ihren fantasievoll gestalteten Fliegen und Einstecktüchern gleich so gut ankommen zu können. Besonders von einem ganz jungen Mann, der sich einen Selbstbinder kaufte, schwärmte sie. „Bleibt zu hoffen, dass es keine Eintagsfliege bleibt“, sagte sie lachend.

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Jaimy Fischle gehörte zu den „Wiederholungstäterinnen“. Seit sechs Jahren ist sie beim Clausmarkt. „2G-Plus ist super“, stellte sie fest und gab damit die Meinung vieler Aussteller wieder. „Wir sind schließlich mit vielen Menschen in Kontakt. Es ist toll, dass wir den Markt trotz der Pandemie machen können.“ Die Tischlerin aus Viersen hatte Hocker, Lampen und Beistelltische mitgebracht, die aus Holz aus heimischen Wäldern hergestellt worden sind.

Karten, Kalender, Gin, Gewürze, Seifen, Kunstdrucke, nachhaltige Kleidung, Schmuck, Langspielplatten, Schürzen, Geschirrtücher – es schien fast nichts zu geben, was es nicht gibt auf diesem Markt der schönen Dinge. Bei Katja Dobersek wurde genussvoll verkostet: „Der hier kommt auf jeden Fall auf meine Einkaufsliste“, meinte die Besucherin des Standes, auf dem Liköre angeboten wurde. Katja Doberseks Glitzerliköre laufen unter dem Label HuschHusch. Das Besondere: eine spezielle Zuckermischung sorgt beim Schütteln der Flasche für Glitzerglanz – ein echter Hingucker.

Viel Lob für Myriam Topel hörte man an den Ständen. Nadine Schmitz ist mit „Miranda’s Choice“ aus Nottuln nach Mönchengladbach gekommen. „Der Markt ist mit viel Liebe und Herzblut sehr gut organisiert. Myriam Topel kann sich in den Kopf des Ausstellers hinein versetzen und löst alle Probleme.“ Nadine Schmitz konnte ihre außergewöhnliche Hutmode schon gut verkaufen, wie sie berichtete. Offenbar folgten viele Frauen ihrem Leitsatz: „Man sollte auch sich selber schmücken, nicht nur den Weihnachtsbaum“ und zieren ihren Kopf nun mit Turbanen, Fascinatoren und Haarsteckern, die an die 1960er Jahre erinnern.

„Lieber sicher als voll“, befanden Anke Köhler, Wiebke Sievering und Bettina Witter aus Aachen, die mit dem „dienstagsdesign“ in der Kaiser-Friedrich-Halle waren und sprachen damit der Organisatorin ein Lob aus. „Mixed Media“ ist das Motto ihrer Produkte, in denen alte Bücher Grundlage kleiner Drucke oder Karten werden.