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Mönchengladbach: CDU geht mit Jochen Klenner und Vanessa Odermatt in die Landtagswahl

Landtagswahl 2022 in Mönchengladbach : CDU geht mit Jochen Klenner und Vanessa Odermatt in die Landtagswahl

Nach SPD, Grünen und FDP hat jetzt auch die Mönchengladbacher CDU festgelegt, mit welchen Kandidaten sie 2022 in den Wahlkampf für das Landesparlament geht. Während in einem Wahlkreis alles eindeutig war, gab es im anderen manche Überraschung.

Geschlossenheit – das ist ein Wort, das vor allem bei der CDU oft zu hören ist. Auch der Mönchengladbacher Parteichef Jochen Klenner mahnte am Dienstagabend in der Stadthalle die CDU-Basis, sich nicht in Machtkämpfen zu verlieren. „Aber ich wünsche mir noch etwas anderes: Zeigen wir auch nach Niederlagen Größe, bewahren wir uns Menschlichkeit und Respekt, überzeugen wir mit Inhalten und Personen“, sagte Klenner.

Und um Personen ging es bei dieser Parteiversammlung. Denn auf der Tagesordnung stand die Aufstellung der Kandidaten für die beiden Wahlkreise der Landtagswahl am 15. Mai 2022. Im Norden Mönchengladbachs, dem Wahlkreis mit der Nummer 51 (2017 noch 50), kandidierte der Parteichef selbst: 2017 war Klenner erstmals angetreten, war mit einem Direktsieg direkt ins Landesparlament eingezogen. Anders als vor fünf Jahren hatte der gelernte Journalist (42) diesmal keinen parteiinternen Konkurrenten.  Er zog Bilanz seiner Zeit im Landtag, sein Engagement für den Wissenscampus, die Stärkung des Handwerks und gegen Kindesmissbrauch.  Vor allem sei er aber „Fürsprecher der Menschen in unserer Heimatstadt“. Er erhielt 89,7 Prozent der 211 abgegebenen Stimmen.

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Deutlich spannender war es im Süd-Wahlkreis mit der Nummer 50 (2017 noch 49). Dort hatte 2017 Frank Boss gesiegt, war aber nicht erneut angetreten. Vier Kandidaten hatten im Vorfeld ihr Interesse angemeldet: Vanessa Odermatt (31), Finanzwirtin und aktuell im NRW-Finanzministerium angestellt; Roderich Busch (27), Sparkassen-Mitarbeiter und CDU-Bezirksvorsitzender im Süden; Peter Feron (53), Verbandsprüfer beim Rheinischen Sparkassen- und Giroverband sowie der Fahrlehrer und Ratsherr Willi Schmitz (54).

Am Ende standen nur noch drei zur Wahl. Denn Feron zog in seiner Rede zurück und sprach eine Empfehlung für Busch aus. Der strategische Schachzug ging jedoch nicht auf. Im ersten Wahlgang lag Odermatt vorn, hatte jedoch knapp die absolute Mehrheit verfehlt. Sie erhielt 100 Stimmen, Busch 88, Schmitz zwölf. In einer Stichwahl gegen Busch lag Odermatt schließlich erneut vorn und das mit absoluter Mehrheit (108 von 203 Stimmen).

Busch hatte Wirtschaft, Bildung und Innere Sicherheit als Schwerpunkte genannt, gab die Schwarze Null und den Kampf gegen Rocker und Clans als Ziele aus, betonte Daten- und Arbeitnehmerschutz, kritisierte die Hauptschul-Schließungen „aus ideologischen Gründen“.  Als Vertreter der jungen Generation werde er auch deren Interessen vertreten

Das betonte auch Odermatt. „Und es ist Zeit für eine Frau!“ Auch sie sprach sich für mehr Sicherheit aus, für Videoüberwachung, mehr Polizeipräsenz und hartes Durchgreifen. Wirtschaft und Digitalisierung sowie ein schneller Ausstieg aus der Kohle, „aber keine Symbolpolitik“. Sie werde jeden der 200 Tage bis zur Landtagswahl kämpfen – „mit Mut und Zuversicht“.