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Mönchengladbach: Caritas Verband blickt zurück auf besonderes Jahr

Mönchengladbach : Caritas Verband blickt zurück auf besonderes Jahr

2017 feierte der Caritas Verband sein 100-Jähriges Bestehen. Es war ein erfolgreiches Jahr, aber es gibt auch Herausforderungen.

Den Geschäftsbericht ziert eine 100, geformt aus Menschen. Es sind Mitarbeiter des Caritas Verbandes. Die 720Festangestellten und die 300 Ehrenamtlichen, sind das Herz des Verbandes. 2017 wurde der 100. Geburtstag gefeiert. „Das Jubiläum hat uns das ganze Jahr über begleitet. Wir wollten möglichst viele Menschen erreichen“, sagt der Vorsitzende Christoph Wellens. Für das Jubiläumsjahr und darüber hinaus, ergeben sich für die Arbeit des Verbandes zwei Schwerpunkte: Die frühkindliche Förderung sowie Pflege und Alter.

Bei der frühkindlichen Förderung hat der Verband mit der Paul-Moor-Schule eine Institution, die innerhalb der Stadt Ansehen genießt und 2017 ihr 40 jähriges Bestehen feierte. Außerdem gibt es die Heilpädagogische Kindertagesstätte Am Kuhbaum, die 32 Kindern mit besonderem Förderbedarf besuchen. Beim Schwerpunkt Alter und Pflege, stellt Christoph Wellens fest: “Wir rasten nicht, sondern sind weiterhin in Richtung Zukunft unterwegs.“

Eine zweite Tagespflege Einrichtung in Korschenbroich wurde eröffnet. Dort werden täglich 17 Menschen betreut. Zusätzlich gibt es 17 seniorengerechte Service-Wohnungen. Im Caritas Zentrum in Holt startete im November 2017 ein großes Erweiterungsprogramm. Bis 2019 sollen hier 19 seniorengerechte Wohnungen sowie zwei ambulante Wohngemeinschaften entstehen. Im Juli eröffnete die neue Kurzeitpflege für 16 Gäste. „Wir möchten, dass Senioren auch bei zunehmender Hilfsbedürftigkeit in ihrem gewohnten Quartier verbleiben und selbstständig leben können“, sagt Geschäftsführer Frank Polixa. Dazu leistet auch der Mobile Mahlzeitendienst mit täglich 160 Menüs einen Beitrag.

Eine zentrale Herausforderung, die der Verband bewältigen muss, ist der Fachkräftemangel: „Es vergeht im Schnitt fast ein halbes Jahr, bis die Stelle wieder besetzt wird.“ Dazu hat der Verband die Ausbildung verstärkt. 38 jungen Menschen lernen aktuell bei der Caritas. Außerdem bietet der Verband seinen Mitarbeitern Zeitwertkonten, der Arbeitnehmer spart mit einem Teil seines Gehaltes ein Guthaben an, um sich später eine Zeit lang freistellen zu lassen.

Eine Beratungs-Sprechstunde bei großer beruflicher Belastung, die Teilnahme am „Run & Fun“ liefern zusätzlichen Mehrwert. „Wir gehen verstärkt auf Schulen zu und informieren über den Beruf des Altenpflegers. Es ist ein Beruf mit Zukunft und einer anspruchsvollen Ausbildung. Mitarbeiter berichten, dass sie die Arbeit als sinnstiftend empfinden.“, sagt Frank Polixa.