Mönchengladbach: Bürgerversammlung in Geistenbeck

Bürgerversammlung : In Geistenbeck soll ein Schandfleck verschwinden

Im Dreieck der Straßen Luisental, Kohrstraße und Am Schomm besteht Handlungsbedarf.

Mönchengladbach möchte wachsen. Deshalb sollen auch die kleineren Ortsteile und Honschaften attraktiver werden. Am Dienstagabend ging es um konkrete Maßnahmen für Geistenbeck. Der dortige Bürgerverein freute sich über Besuch aus dem Rathaus: Jürgen Beckmann, Leiter der Bauplanung, und Karoline Nolte von der Stabsstelle mg+ machten Vorschläge beziehungsweise erklärten, was geht und was nicht. „Für den Masterplan Stadtbezirke stehen insgesamt 400.000 Euro zur Verfügung“, erklärte Karoline Nolte.

„Mit diesem Geld kann man keine Bäume in den Himmel wachsen lassen“, sagte der Vorsitzende des Bürgervereins, Michael Schmitz. Der CDU-Ratsherr hat Verständnis für diesen engen Finanzrahmen: „Mönchengladbach ist immer noch Haushaltssicherungskommune.“ Die Idee, auf der aufzugebenden Spielplatzfläche an der Kohrstraße 119 das Projekt Urban Gardening zu starten, stieß bei den Mitgliedern der Bürgervereins auf positive Resonanz. Diese Gemeinschaftsgärten wären ein Stück Wohnumfeldverbesserung und wurden jetzt als mögliche positive Initialzündung gewertet.

Die Mitglieder des Bürgervereins erfuhren im Laufe des Abends, dass Geld nicht das einzige Problem ist. Ein Dorn im Auge ist den Geistenbeckern unter anderem das Reifenlager an der Straße Luisental. In unmittelbarer Nähe steht ein Haus, das unbewohnt ist und der Stadt gehört. Dahinter wuchert es, die Rede war von einem Urwald. Im Dreieck der Straßen Luisental, Kohrstraße und Am Schomm bestehe Handlungsbedarf. „Dieser Bereich ist städtebaulich desaströs“, sagte Jürgen Beckmann. Die Handlungsspielräume der Stadt seien aber begrenzt. Die Gebäude der Stadt, die zu den Schandflecken gehören, sollen im kommenden oder im übernächsten Jahr abgerissen werden. An der Straße Am Schomm soll eine Arrondierung angestrebt werden.

Anders ausgedrückt: Die Stadt möchte nicht nur ihre maroden Immobilien abreißen, sondern auch umliegende Grundstücke erwerben. „Ziel ist es, ein großes Grundstück zu schaffen, das dann sinnvoll verwertet werden kann“, erklärte Jürgen Beckmann. Das gehe jedoch nicht von heute auf morgen. Der Abriss der unansehnlichen Alt-Iimmobilien mache Sinn: „Wenn es ordentlich aussieht, steigen die Chancen, einen Interessenten zu finden, der dort baut.“ Er gab zu bedenken, dass die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern „ein zähes Geschäft“ werden könnten. Trotzdem zeigte er sich verhalten optimistisch: „In 18 Monaten sind wir hoffentlich weiter.“