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Mönchengladbach: Bürgerinitiative wehrt sich gegen Fluglärm aus Düsseldorf

Mönchengladbacher Kritik an Airport-Plänen : Bürgerinitiative wehrt sich gegen Fluglärm

Der Düsseldorfer Flughafen möchte mehr Starts und Landungen ermöglichen. Dagegen geht auch in Mönchengladbach eine Bürgerinitiative vor. Pläne sollen erneut ausgelegt werden.

Die Bürgerinititative gegen Fluglärm MG-Ost macht weiter mobil gegen die geplante Kapazitätserweiterung des Düsseldorfer Flughafens. Im September bereits wurden betroffenen Bürger über die Pläne informiert. Um seine Attraktivität zu stärken und die Mobilitätsbedürfnisse erfüllen zu können, hat der Flughafen Düsseldorf am 27. Februar 2015 einen Antrag auf Erweiterung der Kapazitäten beim zuständigen Ministerium eingereicht.

Als der Antrag in Giesenkirchen und Umgebung bekannt wurde, reagierte der Stadtteil. Besorgte Bürger beklagten sich über zunehmenden Fluglärm der landenden Flugzeuge auf den Flughafen Düsseldorf, die besonders bei Ostwind zeitweise im Minutentakt über Giesenkirchen und Umgebung einfliegen. Bei dieser ersten Info-Veranstaltung erhielten die Anwesenden detaillierte Informationen über Fluglärm und dessen Auswirkungen, vor allem von der Initiative „Gegen Fluglärm in Kaarst“. Nach der Diskussion gründete sich die Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“, um dieses Problem verstärkt anzugehen. Grünen-Politiker Hajo Siemes, einer der Sprecher der Initiative, sagt: „Die Erweiterung hat mit Sicherheit noch mehr Lärm über unseren Dächern zur Folge.“

Auf den im Februar 2015 gestellten Antrag auf Erweiterung der Kapazitäten von 45 auf 60 Flugbewegungen in der Stunde hatten 40.000 Menschen aus den Anliegergemeinden Einwendungen eingereicht. Nach den Auswertungen und einer Anhörung im Februar 2017 hatte das zuständige Ministerium gravierende Mängel an den eingereichten Unterlagen festgestellt und erhebliche Nachbesserungen verlangt. Insbesondere die Verkehrsprognose und die Potenzialanalyse standen in der Kritik. Aufgrund der geforderten Nachbesserungen wird nun eine neue Runde im Planfeststellungsverfahren vorgenommen. Dazu werden vom 2. Mai bis zum 12. Juni (Ort steht noch nicht fest) die vom Flughafen nachgebesserten Unterlagen und Gutachten öffentlich ausgelegt. Die betroffen Kommunen und die Bürger haben dann die Möglichkeit zur Einsicht und die Gelegenheit, erneut Einwendungen zu den Plänen vorzunehmen. „Durch diese erneute Auslegung und die daraus resultierenden Einwendungen, wird sich die Entscheidung über eine mögliche Kapazitätserweiterung  weiter nach hinten verschieben. Mit dem Abschluss des Verfahrens ist erst in einigen Jahren zu rechnen“, mutmaßt Hajo Siemes.