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Mönchengladbach: Bürgerbeteiligung zum neuen Landschaftsplan

Naturschutz in Mönchengladbach : So können Bürger beim Landschaftsplan mitreden

Die Stadt will in dem Regelwerk neben der Neuwerker Donk drei weitere neue Naturschutzgebiete ausweisen. Diese Möglichkeiten gibt es, Stellung zu nehmen.

(hh) Die Stadt, die einst einen grünen Bogen als Logo führte, soll mehr Naturschutzgebiete bekommen: Derzeit verfügt Mönchengladbach über 16 solcher Zonen. Künftig sollen vier weitere dazukommen, wenn ein neuer Landschaftsplan umgesetzt wird, für den die Untere Naturschutzbehörde der Stadt einen Entwurf vorgelegt hat. Auch die Neuwerker Donk, durch die die umstrittene Trasse für die S-Bahn-Linie 28 führen soll, gehört zu den Zonen, die in dem Entwurf als neues Naturschutzgebiet vorgesehen ist – was allerdings rechtlich der Bahntrasse keinen Riegel vorschieben würde. Wie dem auch sei: Die Mönchengladbacher haben nun bis Anfang September Gelegenheit, sich den Entwurf anzuschauen, Stellungnahmen abzugeben und mit Verwaltungsexperten darüber zu diskutieren.

Was legt der Plan fest? Er stellt beispielsweise wertvolle Lebensräume von Tieren und Pflanzen unter Schutz und regelt, wie die Natur in einem Gebiet durch Pflegemaßnahmen oder Neupflanzungen aufgewertet werden soll. Er legt unter anderem fest, welche Flächen unter Naturschutz stehen. Dem neuen Entwurf zufolge würde deren Gesamtfläche in der Stadt von 620 auf 970 Hektar steigen. Der Plan betrifft keine bebauten oder bebaubaren Flächen, sondern sogenannte Außenbereiche, also freie Landschaft. Besonders betroffen sind daher neben der Stadt selbst als Eigentümerin von Außenflächen die Landwirte und Waldbesitzer.

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Wie können sich Bürger über den Plan informieren? Unter www.stadt.mg/landschaftsplan hat die Stadtverwaltung unter anderem Karten, ein Formular zur Beteiligung und Kontaktdaten hinterlegt. Der Plan und Unterlagen dazu sind aber auch bis 3. September im Fachbereich Umwelt im Rathaus Rheydt (Eingang B), Limitenstraße, zweite Etage, einsehbar – und zwar montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr sowie freitags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Pandemiebedingt ist dafür eine Terminvereinbarung unter Telefon 02161 25-8221, -8265, -8267 oder -8260 nötig. Terminanfrage geht aber auch per E-Mail an umwelt@moenchengladbach.de.

Wie kann man sich äußern? Anregungen können schriftlich oder mündlich nach vorheriger Terminvereinbarung beim Fachbereich Umwelt im Rathaus Rheydt abgegeben werden. Via Zoom-Videokonferenz im Internet werden am 5. August, 12. August und 19. August jeweils von 15 bis 17 Uhr Bürgersprechstunden mit Experten des Fachbereichs Umwelt angeboten. Die Anmeldevoraussetzungen sind auf den Internetseiten der Stadt unter „Landschaftsplan“ abrufbar. Am Donnerstag, 26. August, sowie am Mittwoch, 1. September, soll es jeweils um 16 Uhr Präsenz-Infoveranstaltungen geben. Dafür ist eine Anmeldung per Telefon unter 02161 25-8221 oder per E-Mail an die Adresse umwelt@moenchengladbach.de bis spätestens 20. August erforderlich.

(hh)