1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Briefwahl, Quarantäne, Wahllokal: Infos Landtagswahl 2022

Infos für Wähler in Mönchengladbach : Anleitung zur Landtagswahl 2022

Am Sonntag ab 8 Uhr warten Helfer in 179 Wahllokalen auf Ihre Stimmabgabe zur Landtagswahl. Wer wählen darf, wer zu wählen ist, alles zur Briefwahl, welche Corona-Regeln gelten, was bei Quarantäne zu tun ist und mehr.

Am Sonntag sind 184.093 Gladbacher aufgerufen, bei der Landtagswahl ihre Stimme abzugeben. So geht’s.

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind deutsche Staatsbürger, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen wohnen und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind – so der Landeswahlleiter. Konkret: Wahlberechtigt in Mönchengladbach sind jene volljährigen Deutschen, die seit spätestens 29. April 2022 ihre Hauptwohnung in Mönchengladbach haben.

Wie viele Stimmen hat jeder Wähler?

Jeder Wähler hat eine Erst- und eine Zweitstimme. Mit der Erststimme wird der Direktkandidat gewählt, der in den Landtag einziehen soll. Und mit der Zweitstimme wird die favorisierte Partei gewählt. Man kann mit der Erststimme auch anders abstimmen als mit der Zweitstimme.

Wann wird gewählt?

Die Wahllokale öffnen am Sonntag um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr.

Wo kann ich wählen?

Es gibt insgesamt 179 Wahllokale in der Stadt. Unter www.stadt.mg/meinwahllokal ist ein Wahllokalfinder eingerichtet. Wer wählen möchte, muss unbedingt Personalausweis, Reisepass oder einen anderen Identitätsnachweis mitnehmen. Die Wahlbenachrichtigung soll am besten auch mitgebracht werden, sie allein genügt aber nicht.

  • Der südliche Wahlbezirk ⇥Quelle: Stadt Mönchengladbach
    Landtagswahl 2022 in Mönchengladbach : Das ist der Wahlkreis 50 – der Süden
  • Der nördliche Wahlbezirk. ⇥Quelle: Stadt Mönchengladbach
    Landtagswahl 2022 in Mönchengladbach : Das ist der Wahlkreis 51 – der Norden
  • Social Media Check
    Landtagswahl 2022 in Mönchengladbach : So präsentieren sich die Direktkandidaten in den sozialen Medien

Welche Corona-Regeln gelten im Wahllokal?

In den Wahlräumen gilt laut Corona-Schutzverordnung keine Maskenpflicht. „Aber auch ohne diese Pflicht sollen die allgemeinen Verhaltensregeln zu Abstand, Hygiene und Masken eigenverantwortlich und solidarisch beachtet werden“, bittet das Rathaus und empfiehlt, in Innenräumen weiter eine FFP2-Maske oder eine medizinische Maske zu tragen. Transparente Trennwände werden zwischen Wahlvorstand und Wahlberechtigten aufgestellt, Desinfektionsmittel stehen bereit. In den Wahllokalen soll gelüftet werden. Die Stadt rät, zum Ausfüllen des Stimmzettels einen eigenen Stift mitzubringen.

Welche Direktkandidaten treten an?

Im Wahlkreis 50 (Mönchengladbach I, der südliche Teil der Stadt) kandidieren Vanessa Odermatt (CDU), Michael Roth (SPD), Lena Zingsheim-Zobel (Grüne), Daniel Winkens (FDP), Sebastian Merkens (Die Linke), Mona Aranea (Die Basis), Hartmut Wessels (DKP) und Jürgen Wintzen (Tierschutzpartei). Im Wahlkreis 51 (Mönchengladbach II, der nördliche Teil der Stadt) treten Jochen Klenner (CDU), Josephine Gauselmann (SPD), Martin Wirtz (Grüne), Andreas Terhaag (FDP), Torben Schultz (Die Linke), Michael Immel (Die Basis), Marcel Rommerskirchen (DKP), Ulas Sazi Zabci (Die Partei) und Manfred Langen (Zentrum) an.

Welche Parteien stehen auf dem Wahlzettel?

Insgesamt stehen 29 Landeslisten auf dem Stimmzettel. Das sind vor allem die etablierten Parteien wie die im Landtag vertretenen (CDU, SPD, Grüne, FDP und AfD), aber auch kleinere Parteien stellen sich zur Wahl.

Gibt es einen Briefwahlrekord in Mönchengladbach?

Gut möglich. Bis Freitagmittag (12.45 Uhr) sind 39.681 Wahlscheinanträge eingegangen. Das sind zwar weniger als bei der Bundestagswahl 2021, aber es wird auch mit weniger Wählern insgesamt gerechnet. Alle roten Wahlbriefe müssen am Wahlsonntag bis spätestens 18 Uhr dem Wahlamt vorliegen. Briefwähler haben die Möglichkeit, auch kurzfristig noch ihre Unterlagen an folgenden Stellen in der Stadt einzuwerfen: Die Briefkästen in den Verwaltungsgebäuden Fliethstraße, Aachener Straße, Weiherstraße und Rathaus Abtei werden am Sonntag um 16.30 Uhr geleert. Gleiches gilt für die Kästen an den Verwaltungsstellen Hardt, Rheindahlen, Neuwerk, Giesenkirchen, Odenkirchen und Wickrath. Um 17 Uhr wird der Briefkasten vom Rathaus Rheydt geleert, im Vitus-Center um 18 Uhr.

Was mache ich, wenn die Wahlunterlagen noch nicht angekommen sind oder ich am Sonntag krank oder in Quarantäne bin?

In jedem Fall sollten sich Wahlberechtigte unter der Tel. 02161 2553111 melden oder direkt zum Wahlamt im Vitus-Center kommen. Nicht zugegangene Wahlscheine können nur bis zum Samstag, 14. Mai, 12 Uhr, ersetzt werden. Bei plötzlicher nachgewiesener Erkrankung oder Quarantäne (es wird ein Attest benötigt), kann ein Wahlschein noch am Wahlsonntag von 8 bis 15 Uhr ausgestellt werden. Die Person, die die Unterlagen abholt, muss eine Vollmacht des Wahlberechtigten vorlegen. Die Unterlagen (und vor allem der Stimmzettel) müssen vom Wahlberechtigten selbst ausgefüllt werden. Alles andere wäre strafbar.

Was ist mit den fehlgedruckten Stimmzetteln?

Im April tauchten unvollständig bedruckte Stimmzettel auf, bei denen die Felder für die Zweitstimme fehlten. Wie die Stadt nun mitteilte, wurden insgesamt 29 Fehldrucke identifiziert. Davon seien fünf Stimmzettel an Wähler im Rahmen der Briefwahl ausgegeben worden, bevor das Problem bekannt gewesen sei. „Alle fünf Stimmzettel wurden ausgetauscht“, so ein Stadtsprecher. Ob auch wirklich kein fehlerhafter Stimmzettel von einem Briefwähler zur Abstimmung benutzt wurde, darüber gibt es aber erst bei der Auszählung der Briefwahlstimmen am Sonntag ab 18 Uhr Gewissheit. Denn erst dann dürfen diese Umschläge geöffnet werden.

Wann und wo gibt es Ergebnisse?

Unter www.rp-online.de/moenchengladbach wird es Ergebnisse, Stimmen von Wahlpartys der Parteien, Fotos von Gewinnern und Verlierern sowie Analysen geben. Am Wahltag halten wir Sie in unserem Liveblog über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

In einer ersten Version dieses Beitrags fehlten die Direktkandidaten der Linken, Torben Schultz und Sebastian Merkens, da sie in der Beratung des Kreiswahlausschusses nachgereicht wurden. Wir bitten dieses Versehen zu entschuldigen.