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Mönchengladbach: Bislang sechs Winterdienst-Einsätze auf den Straßen

Winter in Mönchengladbach : Mags warnt nach Schneefall vor herabfallenden Ästen

Die Mönchengladbacher Polizei und Feuerwehr rückten am Sonntag zu mehreren wetterbedingten Einsätzen aus. Eine Straße in Hardt musste wegen der Schneelast auf den Bäumen gesperrt werden.

Zu 14 schneebedingten Einsätzen ist die Mönchengladbacher Polizei bis Sonntagmittag ausgerückt. Überwiegend ging es um herabgestürzte Äste oder Bäume, die auf die Straße oder geparkte Autos gefallen waren. „Es ist niemand verletzt worden und auch der Sachschaden hält sich in Grenzen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr hat Äste und Bäume zerlegt und beseitigt. Wegen eines Baumes, der der Schneelast nicht standgehalten hatte und weiteren Bäumen, die möglicherweise hätten abknicken können, sperrten Polizei und Feuerwehr die Louise-Gueury-Straße an der Herzklinik in Hardt. „Wir haben sichergestellt, dass das Personal der Klinik an- und abfahren kann“, so der Sprecher. 

Die Mags war schon in den Morgenstunden zum Räumen unterwegs. „Das war unser zweiter Schneeeinsatz und auch der größere“, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Sie mahnte zur Vorsicht bei Spaziergängen im Wald – auch in den nächsten Tagen. „Durch die Schneelast können auch nach dem Schmelzen noch angeknackste Äste durch einen Windstoß herunterfallen.“

Der Winterdienst war in diesem – bislang insgesamt recht milden – Winter mit diesem Einsatz bisher siebenmal auf den Mönchengladbacher Straßen unterwegs. „Wir hatten mehrere Einsätze in den frühen Morgenstunden zwischen 2 und 5.30 Uhr. Ein Einsatz fiel in die Abendstunden und startete gegen 19.30 Uhr. Das war am 8. Januar“, sagte eine Sprecherin der Mags. Die Einsätze erfolgten immer nach Rücksprache mit Kontrollfahrern. Meist sei es um einsetzende Glätte bei feuchtem Boden und Temperaturen um die null Grad gegangen. 

Etwa 300 Tonnen Streusalz hat die GEM, die im Auftrag der Mags die Winterdienstarbeit auf Gladbachs Straßen leistet, bis Freitag verbraucht. Das macht etwa zehn Prozent der Salzvorräte aus, die im vergangenen Sommer auf 3000 Tonnen aufgestockt worden waren. „In einem frostigen Winter werden durchschnittlich 650 Tonnen Streusalz benötigt“, sagt Roberto Debill, Betriebsleiter der GEM, dem zehn Winterdienstfahrzeuge zur Verfügung stehen, um Straßen und Wege bei Schnee und Eis sicher zu halten.

Im Einsatzfall legt dann eine Priorität die Bearbeitung der Straßen fest. Dazu sind die Straßen in unterschiedliche Winterdienstklassen eingeteilt. In die Winterdienstklasse eins fallen die Hauptverkehrsachsen und -straßen, zu denen zum Beispiel die Aachener-, Krefelder-, Mülforter-, Garten- oder Roermonder Straße zählen. Dort kommen die Streu- und Räumfahrzeuge zuerst zum Einsatz, erst danach folgen die in die Winterdienstklasse zwei eingestuften Nebenstraßen.

Grundstückseigentümer sind derweil verpflichtet, bei Schnee und Eis den Gehweg vor ihrem Grundstück auf einer Breite von 1,50 Meter zu räumen. Die Reinigungs- und Winterdienstpflicht kann aber auch an die GEM abgetreten werden. Informationen unter www.mags.de.