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Mönchengladbach: Bilanz der Amphibienschutzaktion in Wanlo und Hardt

Kröten, Frösche und Molche in Mönchengladbach : Nabu rettet mehr als 1000 Amphibien von der Straße

70 Ehrenamtler haben bei der Amphibienschutzaktion geholfen. Der Nabu zieht jetzt Bilanz. Wie viele Tiere insgesamt registriert wurden und was die Ergebnisse für die nächste Aktion bedeuten.

Der Naturschutzbund (Nabu) Mönchengladbach zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Amphibienschutzaktion. An den Zäunen in Wanlo und in Hardt haben die rund 70 ehrenamtlichen Helfer insgesamt 7190 Amphibien über die Straße geholfen – und sie so vor dem Tod im Straßenverkehr gerettet, wie Michael Thissen vom Nabu-Arbeitskreis Amphibien und Reptilien betont.

Anfang Februar wurden die beiden Schutzzäune aufgestellt und fortan bis Mitte April täglich morgens und abends von den Ehrenamtlern kontrolliert. Dabei sammelten die Helfer die Kröten, Frösche und Molche aus den Eimern und vom Schutzzaun und trugen sie über die Straße in Richtung der Laichgewässer. Zusätzlich zählten die Ehrenamtler die Tiere und bestimmten genau, welche Arten wann und wo vorgekommen sind. Auch wurde registriert, wie viele Amphibien direkt von der Straße gerettet wurden – etwa, weil sie um den Schutzzaun herum gekommen sind – und wie viele trotz der Schutzaktion den Tod auf der Straße fanden.

Das Ergebnis der Schutzaktion kann sich sehen lassen: 3601 Amphibien registrierten die Ehrenamtler in Wanlo und 3589 am Herzpark in Hardt. In Summe sind das 1961 Tiere mehr als im Vorjahr. Etwa 500 Amphibien sind auf der Straße überfahren worden. Mehr als 1000 Tiere sammelten die ehrenamtlichen Helfer bei ihren Kontrollgängen von der Fahrbahn. „Ein großes Dankeschön an viele rücksichtsvolle Autofahrer, hier sind besonders die Busfahrer zu erwähnen, die zum Teil anhielten und uns so die Tiere retten ließen oder uns auf weitere Amphibien aufmerksam machten“, sagt Thissen. Es habe aber auch das Gegenteil gegeben: Autofahrer, die extra beschleunigt haben oder sehr nah an den Helfern vorbeigefahren seien.

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Im nächsten Jahr soll die Aktion wiederholt werden. Viele Ehrenamtler haben bereits ihre Hilfe angeboten. Und eine Anpassung, die auf der Auswertung der Zahlen basiert, steht ebenfalls schon in Aussicht: Der Zaun am Herzpark soll um weitere 100 Meter verlängert werden, um die Tiere noch besser zu schützen.

(capf)