Mönchengladbach: Big Band spielt für Regenbogenschule

Für Regenbogenschule in Mönchengladbach: Marienschule spielt Konzert für den guten Zweck

Marienschule unterstützt mit den Einnahmen die Regenbogenschule

Am Wochenende wurde in der Marienschule ein Konzert für den guten Zweck gegebenen. Die Schul-Big Band spielte in dem Forum viele bekannte Klassiker, darunter "Feeling Good" oder "It's only a paper moon" in einer beeindruckend großen Besetzung. Mit den Einnahmen des Konzertes möchte die Big Band die Regenbogenschule unterstützen, welche eine Einrichtung der christlichen Gemeinschaft Sant'Egidio aus Mönchengladbach ist.

Über dieses große Engagement freut sich Gabriela Brülls, Leiterin der Regenbogenschule. „Viele Schüler der Marienschule helfen in der Regenbogenschule, teilweise noch über das Abitur hinaus." Seit rund 15 Jahren besteht eine Kooperation zwischen der Marienschule und Sant'Egidio. Viele Themen, mit denen sich die Gemeinschaft beschäftigt, werden beispielsweise auch im Religionsunterricht des Gymnasiums besprochen. „Wir können auf diese Weise zwei Welten zusammenlegen", erklärt Brülls. "Die Schüler lernen so, dass es Menschen gibt, denen es schlechter geht."

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Die Regenbogenschule ist eine Lern- und Freizeithilfe, die Kinder auffängt, welche in benachteiligten Verhältnissen aufwachsen. Wenn Kindergarten oder Schule zu Ende ist, können Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren das Angebot der Regenbogenschule nutzen. Es gibt beispielsweise Mittagessen und Hilfe bei Hausaufgaben und Sprachproblemen. Nun ist die Regenbogenschule in eine Etage des Franziskanerklosters umgezogen, da ihr alter Standort wegen Bebauungsplänen geschlossen werden musste. Der Umzug und die Umbauarbeiten kosten viel Geld, daher kommt das Benefizkonzert genau zur rechten Zeit.

Julia Cremer (19) hat im vergangenen Jahr ihr Abitur an der Marienschule gemacht und spielt an dem Konzerttag ausnahmsweise nochmal  Saxophon in der Schul-Big Band. In der Regenbogenschule hilft sie schon ganz lange, weil ihre Eltern das auch schon gemacht haben. Seit sie 13 Jahre alt ist, ist sie ein sogenannter jugendlicher Betreuer. Ihre ehrenamtliche Arbeit bedeutet ihr so viel, dass sie nach ihrem freiwilligen sozialen Jahr Sozialpädagogik studieren möchte. „Die Arbeit macht mir einfach Spaß. Ich habe zum Beispiel zwei Jungs aus Afghanistan betreut, die im Kindergartenalter in die Regenbogenschule gekommen sind, weil man glaubte, dass sie sonst vielleicht abdriften könnten", erzählt die junge Frau. "Nun sind die beiden Jungs elf und zwölf Jahre alt, einer von beiden möchte studieren und auch jugendlicher Betreuer in der Regenbogenschule werden."

(dge)