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Mönchengladbach: Besuche in städtischen Altenheimen ab sofort untersagt

Corona-Auswirkungen : Besuche in städtischen Altenheimen untersagt

Es gibt jetzt die Möglichkeit, dass Bezugspersonen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Seniorenheime per Skype Kontakt aufnehmen können. Im Stadtgebiet wurden am Montag fünf neue Corona-Infizierte gemeldet.

Das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach verzeichnete am Montag (Stand: 15 Uhr) fünf neue positive Nachweise auf das neuartige Coronavirus (COVID-19). Insgesamt ist die Zahl der seit dem 3. März nachgewiesenen Fälle auf 109 (Vortag: 104) gestiegen. Die Zahl der negativen Nachweise hat sich auf 729 (Vortag: 713) erhöht. 31 Laborergebnisse stehen derzeit noch aus. Aktuell befinden sich 348 Personen (Vortag: 363) in häuslicher Quarantäne. Die Zahl der genesenen Patienten ist auf insgesamt 16 (Vortag: 12) gestiegen.

Städtische Altenheime Zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus sind die städtischen Altenheime ab sofort für Besucher geschlossen. Die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach setzt damit die neue Verordnung der Landesregierung vom 22. März um. Danach sind „Besuche grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind."

Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding: „Bei Fragen stehen den Besuchern und Angehörigen unsere Einrichtungsleitungen und Pflegedienstleitungen zur Verfügung. Ausnahmen sind unter Schutzmaßnahmen und nach Hygieneunterweisung möglich, wenn es medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist. Wir versichern, dass wir wie immer mit aller Kraft für die Angehörigen, Freunde und Nachbarn da sind und bedanken uns für das Verständnis - auch im Namen unserer Bewohnerinnen und Bewohner".

Die Altenheime bieten jetzt auch die Möglichkeit, dass Bezugspersonen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern per Skype Kontakt aufnehmen können. Angehörige, die dieses Angebot nutzen möchten, können sich telefonisch an die Einrichtungen wenden.

Die Telefonnummern der städtischen Altenheime für dringende Notfälle finden Angehörige unter www.sozial-holding.de.

Schutzmasken für Krankenhäuser Auf Bitten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW konnten die 67 Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes in NRW am Wochenende eine kurzfristig eingetroffene Lieferung von Atemschutzmasken an vorgegebene Krankenhäuser in ihren Kreisen und kreisfreien Städten verteilen. Auch ein Fahrzeug aus dem DRK- Kreisverband Mönchengladbach fuhr einen zentralen Umschlagplatz an und übergab im Anschluss die Masken noch in der Nacht an die jeweiligen Krankenhäuser. Somit konnte innerhalb kurzer Zeit die flächendeckende Verteilung der Masken sichergestellt werden, um die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort weiter zu gewährleisten. Das DRK war mit 120 Einsatzkräften im Einsatz.

Zahnärzte im Einsatz Die Mönchengladbacher Zahnärzte halten auch in Krisenzeiten die zahnmedizinische Versorgung aufrecht. Wolfgang Eßer, viele Jahre in Mönchengladbach als Zahnarzt niedergelassen, heute Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, bittet aber: „Patientinnen und Patienten, die bereits Symptome einer akuten Erkrankung der Atemwege zeigen, also Schnupfen, Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit und Appetitlosigkeit, sollten sich – soweit kein akuter Notfall vorliegt – erst nach Abklingen der Erkrankung um einen Behandlungstermin bemühen.“ Am besten sei es, sich vor einer Behandlung noch einmal mit seiner Zahnarztpraxis in Verbindung zu setzen, ob der geplante Termin tatsächlich wahrgenommen werden soll. Auch die Vorsitzende der „Zahnärzte Initiative Mönchengladbach“ Christine Stramm hat eine Bitte: „Verzichten Sie möglichst auf alle Begleitpersonen während des Zahnarztbesuchs und seien Sie bitte aufrichtig bei der Beantwortung der Gesundheitsfragebögen, die in den Praxen ausliegen.“

Kurzarbeit Die Gladbacher Wirtschaft hat seit Anfang vergangener Woche großen Bedarf nach Kurzarbeit. Zahlen dazu würden zwar nicht auf lokaler Ebene erfasst, wie ein Sprecher der Arbeitsagentur sagte: „Aber das Aufkommen der Anfragen ist wesentlich höher als gewohnt.“ Anfangs seien es vor allem Gastronomie-Betriebe, touristische Unternehmen und Spezialisten für Messebau gewesen, die Anträge gestellt hätten. „Inzwischen gibt es aber keine Branche mehr, die nicht direkt betroffen ist.“

Borussias Dauerkarten-Inhaber Aufgrund der Corona-Pandemie war Borussias Derby gegen den 1. FC Köln am 11. März ein Geisterspiel. Aktuell ist noch nicht abzusehen, ob beziehungsweise wie viele weitere Spiele ohne Zuschauer stattfinden werden. Für die Dauerkarten wird es erst nach Saisonende eine Regelung zur Rückerstattung geben, wenn klar ist, wie viele Spiele tatsächlich ohne Zuschauer stattgefunden haben. Inzwischen haben den Klub aber bereits zahlreiche Reaktionen von Dauerkarten-Inhabern erreicht, die auf eine entsprechende anteilige Rückerstattung verzichten möchten. _„_Neben den Tageskarten-Inhabern gilt dabei ein großer Dank den vielen Dauerkarten-Inhabern, die bereits jetzt angeboten haben, auf die anteilige Rückerstattung des Köln-Spiels und der noch möglicherweise folgenden Spiele der Saison, die gegebenenfalls vor leeren Rängen stattfinden müssen, zu verzichten. Das ist eine große Hilfe“, sagt Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers.