Mönchengladbach: Benefizkonzert für Erhalt von Haus Erholung

Bürgerbegehren in Mönchengladbach : Benefizkonzert für Haus Erholung

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens laden interessierte Bürger zum Benefizkonzert in das markante Denkmal auf dem Abteiberg. Alle Räume können besichtigt werden.

So aussichtslos das Vorhaben noch vor ein paar Wochen schien, ist es nun im Bereich des Möglichen, dass es zu einem Bürgerbegehren gegen den geplanten Verkauf von Haus Erholung kommt. Die drei Initiatoren – der Unternehmer Robert Bückmann, die Studentin Laura Steeger und der Kfz-Meister Jost Fünfstück – vermelden, gemeinsam mit ihren Mitstreitern rund 6600 Unterschriften gesammelt zu haben. Damit das Bürgerbegehren zustande kommt, sind bis 12. Februar knapp 8400 gültige Unterschriften notwendig. Sollte dies gelingen, kann der Stadtrat dem Bürgerbegehren folgen und von den Verkaufsplänen abrücken oder einen Bürgerentscheid einleiten, bei dem darüber abgestimmt wird.

Der Verkauf ist nach Überzeugung der Stadt und deren Tochter EWMG (die Eigentümerin) nötig, damit ambitionierte Pläne auf dem Abteiberg umgesetzt werden können. Vorgesehen ist, dass auf dem direkt benachbarten Grundstück, auf dem das inzwischen abgerissene alte Haus Zoar stand, ein Hotel der Kategorie „Vier Sterne plus“ errichtet wird. Das Haus Erholung soll zum Kongress-Zentrum werden und das Entrée zum Hotel bilden.

Nach Überzeugung der Gegner ist ein Verkauf nicht zwingend. Sie wünschen sich ein anderes Nutzungs-Konzept für das Haus Erholung. Es soll zu einem Ort der Bürger werden, wo Veranstaltungen zu geringen Preisen möglich sind. Das soll auch für Konzerte gelten. Eine erste Kostprobe wird es am kommenden Samstag, 2. Februar, geben: Dann kann jeder alle Räume in dem Denkmal von 18 bis 22 Uhr besichtigen, dazu gibt es Live-Musik. Im Kaisersaal spielt die Mönchengladbacher Band Travelin’ Alligators Stücke aus den 1960er/70er Jahren. Und Walter Maaßen macht den Gewölbekeller mit New-Orleans-Klängen zum Jazzkeller. Maaßen, heute Ehrenbürger von New Orleans, spielte bereits vor 60 Jahren im Gewölbekeller der Erholung auf.

„Wir wollen allen zeigen, welchen Schatz die Stadt mit dem Verkauf des denkmalgeschützten Bürgerhauses aus der Hand geben würde“, sagt Steeger. Sie und ihre Mitstreiter hoffen, damit die nötige Zahl von Unterschriften zu erreichen.