Mönchengladbach: Beim Planspiel Börse üben Schüler Aktienhandel

Planspiel Börse : Mönchengladbacher Schüler üben Aktienhandel

Beim Planspiel Börse können sich Schülerteams zehn Wochen lang mit Spielgeld im Aktienhandel versuchen. Dabei müssen sie auch das Weltgeschehen im Blick haben.

In Zeiten von Niedrigzinsen muss man sich umschauen, weiß Daniel van Ool. Er ist im Private Banking Team der Stadtsparkasse tätig und bringt in diesen Tagen Schülern das Thema Aktienhandel näher, denn bald startet das nächste „Planspiel Börse“. „Ihr müsst euch eine Strategie einfallen lassen“, erklärt er den Schülern, die ihm im Studio der Sparkassenzentrale gegenübersitzen. Sie alle sind wegen eines Spiels gekommen – ein Spiel das jeder von ihnen durchaus ernst nimmt.

Beim 37. Planspiel Börse steigen Gladbacher Schüler wieder in den Aktienhandel ein. Gehandelt wird dabei mit virtuellem Geld. 50.000 Euro bekommt jeder als Startkapital. Zudem benötigt jeder die App des Planspiels für das eigene Smartphone. „So hat man sein Portfolio immer griffbereit in der Tasche“, erklärt Sparkassenfachwirtin Stephanie Oelers. Und das ist auch erforderlich. Zu schnell können die Kurse in den Keller gehen. „Ihr müsst ein Auge auf die Geschehnisse haben“, erklärt van Ool. Nicht nur auf wirtschaftliche Prozesse – auch politische und soziale Ereignisse könnten sich auf den Kurs einer Aktie auswirken, erklärt er. Der Handelskrieg zwischen der USA und China, der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU oder das boomende Weihnachtsgeschäft müssen im Blick behalten werden.

Am 25. September fällt dann der offizielle Startschuss. Zehn Wochen lang hat jeder Schüler dann freie Hand über sein virtuelles Kapital. Es kann aus einer großen Bandbreite an börsennotierten Unternehmen gewählt werden – in aufstrebende Technikkonzerne genauso wie in wertvolle Rohstoffe. Gold habe den Aktieninhabern im letzten Jahr eine enorme Rendite eingebracht, sagt van Ool. Nachhaltigkeit spielt beim Planspiel Börse eine Rolle: Die Schüler können in als nachhaltig gekennzeichnete Aktien investieren.

Gehandelt wird zwar mit Spielgeld, die Preise sind aber echt: 400 Euro – über diese Summe darf sich das Sieger-Team freuen. Im letzten Jahr entschied sich der Titel erst ganz zum Schluss der zehn Wochen. „Es lag am Ende an zwei Euro Unterschied“, erinnert sich Oelers an das spannende Finale. Die Fachwirtin hat ebenfalls zu Schulzeiten am Börsen-Spiel teilgenommen und so die Banken-Welt für sich entdeckt. „Wenn sich einige Schüler nach der Teilnahme dafür entschließen, später an der Börse oder im Bankenwesen zu arbeiten, wäre das natürlich der Jackpot.“ Das Planspiel läuft bis zum 11. Dezember. Einsteigen können interessierte Schüler noch bis zur Spiel-Halbzeit am 6. November: www.planspiel-boerse.de

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