Mönchengladbach: Barber Angels schneiden Obdachlosen die Haare in der Citykirche

Aktion in Mönchengladbach : Barber Angels helfen Bedürftigen

Für Obdachlose gab es in der Citykirche einen neuen Haarschnitt und Geschenke.

Zum bereits dritten Mal waren am vergangenen Wochenende die Barber Angels in der Citykirche zu Gast. Sie schnitten Obdachlosen und anderen bedürftigen Menschen  in herzlicher Atmosphäre kostenfrei die Haare. Egal ob es um ein komplett neues Styling ging oder um das Stutzen des Bartes.

Organisiert wurde das vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Mönchengladbach.  „Wir freuen uns sehr über die große Teilnahme und diese riesige Portion Nächstenliebe“, sagte Birgit Kaatz, Geschäftsführerin des SkF. Sie ist fest entschlossen, die Barber Angels regelmäßig einzuladen. Unterstützung kam nicht nur von der Citykirche, sondern erstmals auch von der Borussia-Stiftung. „Das freut uns ganz besonders“, sagte Kaatz.

Für die Organisation des Tages war Carsten Ertmer Geldermann zuständig. „Ich bin eigentlich Garten- und Landschaftsbauer, aber meine Frau ist ein richtiger Barber Angel, und ich organisiere hier alles – auch den Datenschutz.“ Letzterer ist besonders deshalb wichtig, weil die Angels bestrebt sind, viele Vorher-Nachher Fotos zu machen. „Wir wollen das Event festhalten und die Fotos auch auf unserer Website veröffentlichen um ein Bewusstsein zu schaffen und darauf aufmerksam zu machen, dass es viele Menschen gibt, denen das Geld für Alltägliches wie ein Friseurbesuch fehlt“, sagte Ertmer Geldermann.

Wie viele Leute in Summe zu einem Barber Angel Event kommen, kann Ertmer Geldermann pauschal nicht sagen. „Das ist stark wetterabhängig und liegt auch daran, ob die Menschen am Vorabend etwas gegessen habe. Erfahrungsgemäß haben die Leute keine Kraft zu uns zu kommen, wenn der Bauch leer ist.“ Das ist ein Grund, warum der SkF die Besucher auch mit Frikadellen-Brötchen und verschiedenem Gebäck versorgt.

Am Ende gab es für jeden Gast noch eine Tüte mit Dingen für das alltägliche Leben. „Zahnbürste, Duschgel oder Futter für die Tiere ist für uns selbstverständlich. Für viele andere aber nicht. Es macht uns sehr glücklich, wenn wir helfen können“, sagte Ertmer Geldermann.

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