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Mönchengladbach: Barbara Gersmann plädiert für Prävention am Marienplatz

Aggressive Jugend-Gruppe : Gersmann plädiert für Prävention am Marienplatz

Seit Monaten terrorisiert eine Jugend-Gruppe rund um den Marienplatz vornehmlich Schüler. Sie werden bedroht, verletzt oder ausgeraubt. Auf Vorstoß der zuständigen Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann (SPD) gab es jetzt ein erstes Treffen der beteiligten Behörden und Politiker.

Wegen der Vorfälle rund um den Marienplatz, bei denen eine Gruppe Jugendlicher immer wieder Menschen bedrängt, bedroht oder sogar verletzt, hat es auf Initiative der zuständigen Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann (SPD) jetzt ein Treffen gegeben. Teilgenommen haben Bezirkspolitiker von CDU, SPD, Grünen und FDP sowie Vertreter von Polizei, Jugendamt, Ordnungsamt und des Quartiersmanagements.

„Der Marienplatz bietet sich offenbar ein Stück weit an – wegen der Leerstände und weil er schlecht einsehbar ist“, sagt Gersmann nach dem Treffen im Gespräch mit unserer Redaktion. Seitens des Jugendamts gebe es den Eindruck, dass es mit der Arbeit der zwei Streetworker vor Ort gut laufe. Die Jugendlichen, die seit Monaten für Ärger und Schrecken sorgen, seien der Polizei bekannt und stammten mutmaßlich nicht aus Rheydt.

Einig sei sich die Runde gewesen, dass ein Präventionskonzept für diesen Bereich von Rheydt notwendig sei – und angesichts der verübten Straftaten vor allem die Polizei gefragt sei. Sie müsse – wie auch der kommunale Ordnungsdienst (KOS) – mehr Präsenz zeigen, auch städtische Fachbehörden wie das Jugendamt und die Jugendgerichtshilfe seien gefragt.

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Die Jugendgruppe terrorisiert vor allem Schüler. Für einige Opfer ist der Marienplatz ein Angstraum geworden. Das hatte die CDU veranlasst, eine Videobeobachtung zu fordern. Die SPD ist allerdings dagegen. „Nicht Nachverfolgung, sondern Prävention ist an dieser Stelle wichtig“, sagt Gersmann. Die Videoüberwachung würde zu viel Personal bei der Polizei binden. Ein weiteres Problem sei die Verdrängung, die aggressiven Jugendlichen würden dann nur in andere Teile der Stadt verdrängt. Diesen unerwünschten Effekt könnten auch andere Instrumente wie Platzverweise nach sich ziehen. Damit könne zwar verfügt werden, dass bestimmte Personen ganze Regionen, etwa die Innenstadt von Rheydt, nicht mehr betreten dürften. Sie könnten aber in anderen Stadtteilen auftreten, so Gersmann.