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Mönchengladbach: Auszeichnung für Corona-School beim Volunteer-Award

Auszeichnung für Mönchengladbacher : Christopher Reiners ist ein digitaler Held

Der Gründer der Corona-School wurde mit dem Volunteer-Award ausgezeichnet. Auf der Plattform lernen inzwischen viele Tausend Schüler und Studierende miteinander.

Der Mönchengladbacher Christopher Reiners (23) ist bei den Volunteer Awards 2021 in Berlin mit dem Preis in der Kategorie „Digital Hero“ ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte damit das Engagement, benachteiligte Schüler in der Corona-Pandemie im Homeschooling zu unterstützen. Reiners gründete im März 2020 gemeinsam mit Kommilitonen die Lernplattform Corona-School, die Schüler mit Nachhilfebedarf und ehrenamtliche Studierende vermittelt. Dabei helfen die Jung-Akademiker den Schülern bei ihren Schulschwierigkeiten, die gerade beim Homeschooling auftraten. Kostenpflichtiger Inhalt Die Website und Plattform baute er in kürzester Zeit auf. Wenige Wochen später wurde sie bereits von mehr als 10.000 Schülern genutzt.

Christopher Reiners, der aus der Mönchengladbacher Unternehmerfamilie Reiners (Rhenus Lub) stammt, arbeitete manchmal bis zu zehn Stunden am Tag ehrenamtlich, um das kostenlose Lernangebot zu ermöglichen. Der Bedarf nach einer Lernplattform war und ist groß und das Projekt wird immer größer, sodass mittlerweile mehr als 13.000 Lernpaare zusammengebracht wurden.

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Inzwischen ist die Corona-School ein Verein, die Plattform heißt Lern-Fair und wendet sich vor allem an bildungsbenachteiligte Schüler. Aktuell gibt es neben der Nachhilfe auch Gruppenkurse und Angebote in den Sommerferien. Seit dem Start der Plattform 2020 haben sich mehr als 23.000 Schüler und über 15.000 ehrenamtliche Helfer registriert. Das Ziel ist, dass alle Schüler, unabhängig ihres sozialen, kulturellen oder finanziellen Hintergrunds ihre Bildungsziele erreichen können. Am Anfang der Pandemie führte er viele Gespräche mit Eltern, die nicht wussten, wie sie ihre Kinder neben Homeoffice noch unterstützen sollten. Einige waren fachlich komplett überfordert.

Reiners hatte schon als Schüler das Bedürfnis, die Schule zu verändern. Gerade die fehlende Digitalisierung war ihm ein Dorn im Auge. Daher arbeitete er unermüdlich an der Plattform, vernetzte sich mit anderen Organisationen und erreichte durch stundenlange Online-Meetings schlussendlich das Kanzleramt. Kostenpflichtiger Inhalt Mit Angela Merkel diskutierte er im Rahmen einer Podiumsdiskussion über digitale Bildung. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier dankte Reiners und seinem Co-Gründer Tobias Bork telefonisch für ihr Engagement in der Krise.

(RP)