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Mönchengladbach: Aus einer Tennisanlage wird ein Baugebiet

Auf einer ehemaligen Tennisanlage : Gerkerather freunden sich mit neuem Bauprojekt an

Das Gelände einer ehemaligen Tennisanlage in Gerkerath wird ein neues Wohngebiet. Bei einem Hoffest informierten Investorin und Architektin die Dorfbewohner über ihr Vorhaben.

Viele Jahre lang war das Gelände des ehemaligen Tennisvereins in Gerkerath der Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens der Dorfbewohner. Eines Tages waren die Tore zum Gelände abgesperrt. Danach lagen die zwölf Außenplätze, die Tennishalle sowie die drei Gebäude brach. Das ungenutzte Gelände sollte wieder eine sinnvolle Aufgabe für das Dorf bekommen, dachte sich Melanie Fassbender. Die Investorin kaufte das Areal und entwickelte in den vergangenen drei Jahren gemeinsam mit dem Architekturbüro Bolzen und Mehring ein Wohnkonzept für den ländlichen Ort. Wo etwas Altes geht, soll Neues entstehen und Schönes erhalten bleiben: Gerkerather Höfe heißt das Bauvorhaben. Um den Gerkerathern das neue Projekt vorzustellen, lud die Projektleiterin zu einem Hoffest ein – bei dem auch so manche, alte Erinnerung wieder hoch kam.

Etwa bei Gabi Neuber. Die Anwohnerin erinnert sich noch gut an die Club-Zeiten. Mitglied war sie zwar nicht, „aber meine Kinder haben hier Tennis gespielt“, erklärt sie auf dem Hoffest. „Für viele war es der wichtigste Treffpunkt im ganzen Ort“, erinnert sich Neuber. Doch von heute auf morgen war das Licht aus – und viele Fragen blieben unbeantwortet. „Das ist eine gute Gelegenheit, sich richtig zu verabschieden.“

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Die Gerkerather freuen sich auf das Neue. „Das wird den Ort noch weiter aufwerten“, ist sich Stefanie Heine sicher. Die 37-jährige ist vor rund sieben Jahren nach Gerkerath gezogen. „Wenn die Neubauten gestalterisch ins Ortsbild passen, dann bin ich zufrieden“, so Heine. Auch Silke Küppers weiß um die gute Lage des Ortes: „Von hier aus ist man schnell in Rheindahlen oder auf der Autobahn.“ Das ländliche Ambiente mache den Ort daher so interessant für Wohnungssuchende.

Auf einer Tafel konnten sich Gerkerather das Projekt anschauen, Architektin Katja Mehring erklärte ihr Konzept. Insgesamt stehen sechs Baugrundstücke zur Verfügung. Das entspricht einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern. Grundsätzlich soll die dörfliche Atmosphäre erhalten bleiben. Für die Hälfte der Grundstücke gebe es Zusagen. Beim Hoffest trafen sich die Anwohner. Es gab eine große Auswahl an Torten und anderen Süßspeisen. Dazu spielt die Jazz-Swing-Band.

(dola)