Mönchengladbach: Aufführung des Musicals „Annie“ im Humanistischen Gymnasium

Aufführung in Mönchengladbach : Schüler führen das Musical „Annie“ im Humanistischen Gymnasium auf

Das Musical spielt in den 1930er Jahren in einem New Yorker Waisenhaus. 70 Schüler sind an der Aufführung beteiligt.

„Gleich geht das Licht aus, dann legen wir los. Denkt daran: Es geht um das gemeinsame Spielen. Und wenn Ihr einen Texthänger habt,  einfach weiter spielen“, ruft Fulya Turan den gut 20 Schülerinnen auf der Bühne zu. Auf die Frage, wer wohl nervöser ist, die Schülerinnen auf der Bühne oder die Lehrerin, ist die Antwort der Schüler einstimmig: Fulya Turan. Die Mädchen auf der Bühne wirken völlig gelassen. Kein Wunder: Es klappt ja auch alles.Trotzdem wird bis zur Premiere des Musicals „Annie“ am Dienstag, 19. Februar, in der Aula des Stiftischen Humanistischen Gymnasiums noch geprobt, was das Zeug hält.

Zu Beginn des Schuljahres gab es ein Casting für die neue Produktion. 70 Schüler meldeten sich, sangen und tanzten und waren dabei. „Das Vorsingen ist für uns die Grundlage für die Entscheidung, welches Musical wir spielen“, erklärt Christoph Nagels. Schließlich muss man wissen, welche Stimmlagen zur Verfügung stehen. Er und Fulya Turan haben die Gesamtleitung für das Musical übernommen. Es ist übrigens das elfte Musical in Folge, das Schüler des Humanistischen Gymnasiums aufführen.

Das Musical „Annie“ spielt in den 1930er Jahren in New York in einem Waisenhaus. Annie wünscht sich nichts mehr, als ihre Eltern zu finden. Ein spannendes Abenteuer beginnt.

Larisa aus der 6a ist schon in der Grundschule gerne ins Theater gegangen, da war es klar, dass sie sich mit „Friends“ von den Marshmallows beim Casting bewerben würde. Sie spielt nun eines der Waisenkinder. Theresa ist die Miss Hannigan, die die Waisenkinder quält und schikaniert, eine heruntergekommene Alkoholikerin: „Es ist eine große Herausforderung, jemanden zu spielen, der man so gar nicht ist. Am Anfang hab ich mich immer bei den Waisenkindern entschuldigt“, erzählt die Schülerin, die im kommenden Jahr Abitur macht und schon häufig mitgespielt hat.

Alle Schüler haben eine Rolle in dem Stück gefunden. Fulya Turan hat dazu einfach die Gruppe der Waisenkinder vergrößert. Diese singen (natürlich in englischer Sprache) und tanzen über die Bühne. In ihren grauen Kitteln, mit Tuch auf dem Kopf und Stulpen an den Beinen symbolisieren sie ihre triste Lage.

Ihr Gesang wird unterstützt von der Band, geleitet von Christoph Nagels. Eine externe Musikerin und Lehrerin, Meike Nagels, hat die Lehrer des „Huma“ bei der Inszenierung und dem Einstudieren des Gesangs unterstützt. Nicht nur Lehrer lenken und leiten die Theatergeschicke, auch Eltern engagieren sich: Sie liefern das Catering für die Schauspieler und Zuschauer.

Eine Besonderheit: Einige ehemalige Schüler ließen es sich nicht nehmen, noch einmal in Band, Technik und Choreografie mitzumischen. Das alles scheint – obwohl es nach richtig viel Arbeit klingt – wirklich großen Spaß zu machen. Und das Zuschauen verspricht auch, großes Vergnügen zu werden.

Premiere: Am morgigen Dienstag, 19. Februar, um 19 Uhr. Weitere Aufführungen sind für den 21., 22. um 19 Uhr sowie am 23.2. um 18 Uhr vorgesehen – mit After Show Party für die Schauspieler. Die Karten kosten 8 beziehungsweise 5 Euro und können im Sekretariat der Schule gekauft werden.

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