Mönchengladbach: Arbeitslosigkeit auf neuen Tiefstand gesunken

Logistik-Boom in Mönchengladbach : Arbeitslosigkeit auf neuen Tiefstand gesunken

Die Arbeitslosenquote sank im November auf 8,4 Prozent in Mönchengladbach. Vor allem die Logistik-Branche ist dafür verantwortlich, und da dürfte es vor allem Amazon mit seinen mehr als 1000 Neueinstellungen sein.

Der milde Herbst macht sich auf dem Arbeitsmarkt in Mönchengladbach bemerkbar: Die Zahl der Arbeitslosen ist nämlich weiter zurückgegangen. Im November waren in der Stadt genau 11.793 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 352 weniger als im Oktober (ein Rückgang um 2,9 Prozent) und 596 weniger als im November 2018 (minus 4,8 Prozent). „Gegenüber dem Vormonat konnte die Zahl der Arbeitslosen weiter verringert werden. Die Entwicklung in der Stadt Mönchengladbach stellt sich positiv dar“, sagt Angela Schoofs, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Mönchengladbach. Damit sank auch die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 8,4 Prozent – ein erneuter historischer Tiefstand für Mönchengladbach, das traditionell mit viel Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat.

 2808 Personen meldeten sich im November neu oder erneut arbeitslos, das waren 327 weniger als vor einem Jahr. 3176 Personen beendeten außerdem ihre Arbeitslosigkeit. „Die Logistik-Branche ist momentan ein starker Motor für die Entwicklungen des Arbeitsmarktes in der Stadt“, sagt Peter Lippsmeier, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit. In diesem Jahr hat allein Amazon mehr als 1000 Mitarbeiter in Rheindahlen neu eingestellt.

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Vergleich zum Oktober um 121 Stellen auf 3909 gesunken. Das waren dennoch 974 Stellen mehr, als im November des vergangenen Jahres. Außerdem meldeten Arbeitgeber 473 neue Arbeitsstellen.

Für das kommende Jahr seien von der Agentur für Arbeit verschiedene Projekte zur Förderung von Qualifikationen geplant, so Lippsmeier. Man plane gemeinsam mit dem Jobcenter rund 28 Millionen Euro in Schulungen zu technischen Veränderungen zu stecken. Außerdem gebe es für bereits Beschäftigte im Rahmen eines Qualifizierungschancengetzes Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Digitalisierung: „Das ist eine präventive Maßnahme. Beschäftigte sollen so mit digitalen Umwälzungen in ihren Unternehmen gut zurechtkommen, damit sie gar nicht erst arbeitslos werden“, sagt Arbeitsvermittler Richard de Maria Cano.