Mönchengladbach „Zweimal die Woche muss ich Exkremente, Urin oder Blut wegwaschen“

Mönchengladbach · Frank Diederichs wohnt am Sittardplatz nahe des Mönchengladbacher Hauptbahnhofs. Er klagt, dass er immer wieder mit Drogenkonsumenten in Konflikt gerate. Wie Stadt und Polizei die Lage beurteilen.

 Frank Diederichs hat am Sittardplatz immer wieder Probleme mit Drogenkonsumenten und dem Müll, den sie hinterlassen.

Frank Diederichs hat am Sittardplatz immer wieder Probleme mit Drogenkonsumenten und dem Müll, den sie hinterlassen.

Foto: Christoph Wegener

Als Frank Diederichs an einem Freitag gegen 15 Uhr seine Wohnung am Sittardplatz verlässt, begegnet er zwei Männern, die direkt neben seiner Tür hocken. Einer von ihnen verbirgt sein Gesicht unter einer Kapuze, hält einen Löffel und ein kleines Plastikpäckchen in den Händen und schaut sich immer wieder nervös um. „Los, verschwindet hier“, sagt Diederichs und geht auf die Männer zu. Der 65-Jährige ist kräftig gebaut, hat freundliche Gesichtszüge, aber eine unüberhörbare Entschlossenheit in der Stimme. Die Männer packen sofort ihre Sachen, murmeln „Entschuldigung“ und verschwinden in Richtung des Gladbacher Hauptbahnhofs. „So sieht es hier fast jeden Tag aus“, sagt Diederichs und zuckt mit den Schultern.