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Mönchengladbach: Andreas Ungar wird neuer Chef des Flughafens

Arbeitsvertrag für Mönchengladbach unterzeichnet : Neuer Flughafen-Chef hat noch keine Startfreigabe

Andreas Ungar ist 36 Jahre alt und soll für Innovationen am Mönchengladbacher Airport sorgen. Dem steht vorläufig jedoch noch etwas im Wege.

Arbeitsplätze schaffen und neuen Technologien eine Chance bieten – das ist die Zukunft, die sich Oberbürgermeister Felix Heinrichs am Mönchengladbacher Flughafen erhofft. Der Mann, der maßgeblich dazu beitragen soll, diese Ziele zu erreichen, hat am Freitag seinen Arbeitsvertrag unterzeichnet: Andreas Ungar wird neuer Geschäftsführer des Flughafens – sobald er seinen bisherigen Job als Betriebsleiter des Airports Münster-Osnabrück hinter sich lassen kann. Das geht, wenn dort ein Nachfolger für ihn gefunden ist. Spätestens aber soll Ungar am 1. Januar 2022 in Mönchengladbach das Ruder übernehmen.

Ungar ist mit 36 Jahren vier Jahre älter als OB Heinrichs, hat Luft- und Raumfahrttechnik studiert und war nach einer Offizierslaufbahn bei der Bundesluftwaffe Betriebsleiter und Prokurist am Flughafen Rostock-Laage, bevor er 2018 nach Münster wechselte. Die nun auf ihn zukommende Aufgabe reize ihn nicht nur, weil Mönchengladbach seiner von Flugunternehmen aus ganz Europa genutzten Wartungsfirmen eine große Bedeutung habe, sagte Ungar.  „Die innovative Ausrichtung spricht mich besonders an.“

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Gemeint sind damit etwa die Testflüge mit Drohnen, die ab Juli vom Airport zum Nordpark und retour unternommen werden sollen. Auf diese Weise will man sich langsam an einen späteren Einsatz von Flugtaxis herantasten. Genauer: Bei solchen Test soll erprobt werden, ob und wie solche Flugobjekte unterwegs sein können, ohne den übrigen Luftverkehr zu beeinträchtigen, sagt Urlich Schückhaus, der derzeit am Flughafen die Geschäfte führt.

Solche Innovationen voranzutreiben, Unternehmen mit zukunftsweisenden Ideen am Flughafen anzusiedeln, die Kooperation mit bereits dort arbeitenden Firmen ermöglichen – auch damit wird sich Ungar beschäftigen müssen. Spannend findet er Innovationen nicht zuletzt im Blick auf den Druck, dem die Luftfahrt in wachsendem Maße durch die mit ihr verbundenen ökologischen Probleme ausgesetzt ist.