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Mönchengladbach: Aktionstag "Parking Day" begeistert nur wenig Zuschauer

„Parking Day“ in Mönchengladbach : Die Bühne kommt mit dem Rad

Sängerin Lisa Spielmann ist beim Aktionstag „Parking Day“ mit einer mobilen Bühne durch Gladbach getourt. Trotz vielfältiger Angebote hat sich Besucherstrom in Grenzen gehalten.

Nur 2,5 Quadratmeter groß ist das Plateau am Lastenrad, das sich in kurzer Zeit in eine vollumfängliche Bühne umbauen lässt. Dann werden Platten ausgeklappt, Boxen aufgestellt und Kabel verlegt. Ein kurzer Soundcheck und schon geht’s los: Kraftvoll klingt die Stimme von Sängerin Lisa Spielmann über den Adenauerplatz.

Es ist das dritte von vier Konzerten, das die Musikerin an diesem Freitag, dem „Parking Day“, in Mönchengladbach gibt. Der international begangene Aktionstag soll aufzeigen, wie Parkplätze im urbanen Raum umgestaltet werden können. Eine Idee: Auf den etwa zwölf Quadratmetern kann eine kleine Bühne stehen, die autark betrieben werden kann. „Raumwunder“ nennt sich dieses fast 200 Kilogramm schwere Wunderwerk. Entworfen hat es der Projektdesigner Norbert Krause. Er wolle zeigen, was ein Lastenrad alles leisten kann und was auf einem Parkplatz möglich ist, sagt er.

Und so sind an dem Aktionstag mehrere Stellflächen reserviert für die musikalische Darbietungen von Lisa Spielmann und ihre Kumpanin Claudia Döffinger. „Man ist so nah dran an den Leuten und kann direkt mit ihnen tanzen“, schwärmt Spielmann. Passanten zum Stehenbleiben und Lauschen zu animieren habe „besser geklappt als gedacht“, sagt die Sängerin. Gerade bei der ersten Station an der Bruckneralle, unweit des Hugo-Junkers-Gymnasiums, sei die Stimmung gut gewesen.

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Am Adenauerplatz hingegen halten sich die Personenströme in Grenzen. „Für nächstes Jahr sollten wir uns einen anderen Standort überlegen“, gibt die Mobilitätsbeauftragte Caprice Mathar zu. Dabei war das Angebot auf den umfunktionierten Stellplätzen vielfältig. Unter dem Motto „Science meets parking“ führte die Stadtbibliothek die Passanten niederschwellig an smarte Technologien heran.

 Sabine Kainth (l.) und Mandy Ehrentraut von der Stadtbibliothek präsentieren das Angebot rund ums „Makermobil“.
Sabine Kainth (l.) und Mandy Ehrentraut von der Stadtbibliothek präsentieren das Angebot rund ums „Makermobil“. Foto: Carsten Pfarr

„Makermobil“ heißt das Lastenrad, auf dem 3D-Druck und Geräte zum spielerischen Lernen von Programmiersprache präsentiert wurden. Wenige Meter weiter konnte man sich am Drohnenflug ausprobieren oder beim Medienexpress Bücher ausleihen. An anderen Stellplätzen ging es um den Insektenschutz oder um den Schutz von Kindern im Straßenverkehr. Für Klein bis Groß wäre also etwas dabei gewesen.

Hier finden Sie eine Übersicht zu den Aktionen der Mobilitätswoche in Mönchengladbach.