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Mönchengladbach: Agentur Fellowz erfindet sich neu

Mönchengladbach : Fellowz: Wie eine Werbeagentur im Nordpark sich neu erfand

Edgar Janzen eröffnete mit seiner Agentur „markt & werbung“ den denkmalgeschützten Bereich im Nordpark. Heute heißt das Unternehmen Fellowz, hat den digitalen Wandel durchlaufen und betreibt zusätzlich ein Büro in Düsseldorf.

Es war ein historischer Tag für das bisher wohl wichtigste städtebauliche Projekt im Mönchengladbach des 21. Jahrhunderts. Edgar Janzen eröffnete im Frühjahr 2000 als erster Geschäftsmann seine Büroräume im denkmalgeschützten Bereich des Nordparks. Seine in ganz Deutschland tätige Agentur „markt & werbung“ war die erste, die die neuen Räume in den historischen Gebäuden bezog – lange bevor Borussia das Stadion baute. Heute ist in dem denkmalgeschützten Bereich so ziemlich jede Einheit vermietet. Ein Gebäude nach dem anderen wächst im Nordpark. Janzen ist mit seiner Agentur noch immer in dem Backsteinbau an der Heinz-Noxdorf-Straße vertreten, aber sonst hat sich dort sehr viel verändert. Nicht einmal der Name ist geblieben: Die Agentur heißt jetzt „fellowz“ (englisch für Gefährten) und wird jetzt von den geschäftsführenden Gesellschaftern Gregor Strathmann und Mark Zint geleitet.

Beide sind seit mehr als 20 Jahren in der 1990 gegründeten Agentur tätig. „Damals war die Medienwelt ganz anders als heute“, sagt Strathmann. Inzwischen macht die Agentur, die jahrelang Shimano zu ihren wichtigsten Kunden zählte, mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes mit digitalen Formaten. „Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Digitalkompetenz erheblich ausgebaut und dafür neue Mitarbeiter eingestellt“, sagt Zint. „Mit unserem Know-How haben wir Bestandskunden zurückgeholt.“ Dafür arbeitet „fellowz“ auch mit der im Anbau untergebrachten Agentur „Next Levels“ eng zusammen. Inzwischen hat „fellowz“ auch ein Büro in Erkrath eröffnet, um den Düsseldorfer Markt besser bedienen zu können. „Wir lieben Mönchengladbach, aber hier war es zunehmend schwieriger, Fachpersonal zu bekommen“, sagt Strathmann.

Auch wenn der Fahrrad-Komponentenhersteller Shimano nicht mehr zu den Kunden der Agentur gehört, lassen viele Unternehmen in der Branche ihre Marke von der Agentur in Mönchengladbach formen, und zwar über alle Kanäle hinweg. Ein Beispiel ist der Fahrradreifen-Hersteller Schwalbe, für den „fellowz“ das Wort „unplattbar“ erfand. Dazu hat die Mountainbike-Reifenserie „Addix“ je nach Reifenmischung eine eigene Farbcodierung mit farbiger Linie auf der Lauffläche – auch eine Idee der Gladbacher. „Wir schlagen Trends und Neuerungen vor und versuchen, dass der Kunde sich darauf einlässt“, sagt Zint. In diesem Fall ziemlich erfolgreich: Produkt und Kampagne sind für den „German Design Award“ nominiert.