Viruskrankheit in Mönchengladbach Mittlerweile acht Affenpocken-Fälle bestätigt

Mönchengladbach · Zusätzlich gibt es noch einen Verdachtsfall. Die Erkrankungen stehen allerdings nicht im Zusammenhang mit der Kita-Schließung von vor einer Woche.

 Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich seit Jahresbeginn weltweit mehr als 50.000 Menschen mit Affenpocken angesteckt. Das Symbolbild zeigt eine Mikroskop-Aufnahme von Partikeln des Affenpockenvirus (rot) in einer infizierten Zelle (blau).

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich seit Jahresbeginn weltweit mehr als 50.000 Menschen mit Affenpocken angesteckt. Das Symbolbild zeigt eine Mikroskop-Aufnahme von Partikeln des Affenpockenvirus (rot) in einer infizierten Zelle (blau).

Foto: dpa/Niaid

Die Zahl der bestätigten Affenpocken-Fälle in Mönchengladbach steigt. Nach Angaben eines Stadtsprechers sind mit Stand Freitagmittag, 2. September 2022, mittlerweile acht Fälle im Stadtgebiet (vor einer Woche waren es noch vier) bestätigt worden. Zusätzlich besteht der Verdacht, dass sich eine weitere Person infiziert hat. Dies müsse allerdings noch geprüft werden. Schwere Krankheitsverläufe sind bisher nicht gemeldet worden.

Weiter teilt der Sprecher mit, dass die neuen Fälle nicht im Zusammenhang mit der Kita-Schließung von vergangener Woche stehen. Die Stadt Mönchengladbach hatte am Donnerstag, 25. August, gemeldet, dass die Kindertagesstätte an der Rohrstraße in Lürrip für mehrere Wochen geschlossen wird. Hintergrund war ein Affenpocken-Fall in der Kita. Der letzte Kontakt des weiteren Personals und der Kinder mit der erkrankten Person lag zu dem Zeitpunkt zwar schon mehrere Tage zurück. Dennoch wurden diese als „Kontaktpersonen der Kategorie 2“ gemäß der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) eingestuft.

Für diese gilt keine Isolationspflicht. Allerdings sollen sie Kontakt zu Kindern unter zwölf Jahren oder zu Schwangeren vermeiden. Vor diesem Hintergrund blieb der Stadt nach Angaben des Sprechers „nichts anderes übrig, als die Einrichtung zu schließen“.

Da keine neuen Affenpocken-Fälle in der Kita Rohrstraße aufgetreten sind, wird die Betreuung wie geplant am Mittwoch, 7. September, wieder aufgenommen. „Es bleibt bei der kommunizierten Dauer“, sagt der Stadtsprecher zu der Schließung.

Die Kita Rohrstraße bleibt wegen eines Affenpocken-Falls noch bis einschließlich 6. September 2022 geschlossen.

Die Kita Rohrstraße bleibt wegen eines Affenpocken-Falls noch bis einschließlich 6. September 2022 geschlossen.

Foto: Carsten Pfarr

Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die von Mensch zu Mensch in der Regel nur bei engem Kontakt übertragen wird. Zu den Symptomen zählen Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten. Im weiteren Verlauf bildet sich ein Hautausschlag in Form von Flecken bis hin zu Pusteln. In diesen Pocken ist die Viruslast besonders hoch. Trifft der Bläscheninhalt auf die Schleimhäute, kann es zur Ansteckung kommen. Diese ist aber auch schon mit dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen über Tröpfchen in der Atemluft oder den Speichel möglich. In der Regel halten die Krankheitszeichen zwei bis vier Wochen und verschwinden ohne Behandlung wieder.

Wer nachweislich infiziert ist, bekommt in der Regel vom Gesundheitsamt eine Isolation angeordnet. Das sei auch in den neuen Fällen so gehandhabt worden – auf Empfehlung des RKI, teilt der Stadtsprecher mit. Die Isolation dauert mindestens 21 Tage und kann nach dieser Zeit beendet werden, wenn keine Symptome mehr auftreten. Sollte sich der Gesundheitszustand verschlechtern, sollten Infizierte umgehend den behandelnden Arzt kontaktieren.

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