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Mönchengladbach: Abwassergebühr soll 2022 wieder deutlich steigen

Teures Kanalnetz in Mönchengladbach : Abwassergebühr soll für 2022 wieder steigen

Mönchengladbach gehört schon zu den teuersten Städten in NRW beim Abwasser. Die Gebühren werden im kommenden Jahr aber erneut steigen – obwohl erstmals eine Millionen-Hilfe vom Land fließt. Damit müssen Familien rechnen.

Abwasser in Mönchengladbach gehört in Nordrhein-Westfalen traditionell zu den teuersten überhaupt. 1.005,70 Euro muss eine vierköpfige Familie für Abwasser in Mönchengladbach im Jahr 2021 zahlen, rechnet der Bund der Steuerzahler vor. Für das kommende Jahr wird diese Summe weiter steigen. Denn die Gebühr für häusliches Schmutzwasser soll um knapp vier Prozent steigen für Bürger, die nicht Mitglied im Niersverband sind (und das sind in der Regel nur Unternehmen).

Konkret bedeutet dies: Je Kubikmeter verbrauchtes Frischwasser werden künftig 3,95 Euro berechnet statt wie bisher 3,80 Euro. Bei Niersverbandsmitgliedern sind es 2,29 Euro statt wie bisher 2,22 Euro. Sie müssen die Klärung des Abwassers direkt beim Niersverband bezahlen, bei Privatleuten ist das schon mit einkalkuliert. Der Umweltausschuss stimmte der Kalkulation zu.

Es gibt aber auch eine Entlastung beim Regenwasser. Künftig werden 1,83 Euro je Quadratmeter bebauter und befestigter Grundstücksfläche berechnet, das ist ein Rückgang um knapp 3,1 Prozent. Das fängt die Mehrkosten beim Schmutzwasser aber nicht auf. Nach der Rechnung des Bundes der Steuerzahler (200 Kubikmeter Schmutzwasser, 130 Quadratmeter befestigter Grundstücksfläche) zahlt ein Musterhaushalt mit vier Personen dann im kommenden Jahr 1.027,90 Euro für sein gesamtes Abwasser. Das sind 2,2 Prozent mehr als in diesem Jahr. 2021 werden in diesem Beispiel 1.005,70 Euro fällig, im vergangenen Jahr waren es 975 Euro.

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Dabei bekommt die Stadt 2022 erstmals eine besondere Hilfe vom Land für das Kanalnetz. Dieser Zuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro muss an die Gebührenzahler weitergegeben werden. Die Hilfe wird nach Berechnungen der Stadt aber schon durch die Kostensteigerungen von knapp 1,6 Millionen Euro aufgezehrt. Rund 800.000 Euro mehr als bisher benötigt die NEW, vor allem für steigende Personalkosten. Und die Kosten der Stadt steigen nach Abzug der Landeshilfe um gut 500.000 Euro vor allem wegen steigender Beiträge zu den Wasserverbänden – etwa dem Niersverband.