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Mönchengladbach: 30 Prozent mehr Schlagloch-Meldungen

Nach Schnee und Tauwetter : 30 Prozent mehr Schlagloch-Meldungen

Täglich werden der Mags etwa 200 Straßenschäden gemeldet. Nach Schnee und Tauwetter stieg die Zahl aktuell um 30 Prozent. Denn jetzt ist die Zeit der Schlaglöcher. Einige wurden bereits repariert, aber noch herrscht „Krater-Alarm“.

Die Zeichen stehen gut für Kreative, die wie Maren Dörwald Schlaglöcher in kleine Kunstwerke verwandeln: Denn zurzeit herrscht „Krater-Alarm“. Stadtweit tauchen kleinere und größere Schlaglöcher auf. Einige Straßenabschnitte sehen aus wie Buckelpisten  – zum Beispiel der Kreuzungsbereich Aachener-/Waldnieler Straße. Rund 200 Straßenschäden wurden Stadttochter Mags nach eigenen Angaben gemeldet. Zurzeit sind es mehr. Grund sind die Schlaglöcher, die nach Schnee und Tauwetter auftauchten. Die Mags beantwortet die wichtigsten Fragen rund um diese Art Straßenschaden.

Wie entstehen Schlaglöcher? Wenn Wasser durch offene Nähte oder Risse in den Straßenkörper eindringt und dort bei Temperaturen unter 0 Grad gefriert, kommt es zu einer Volumenvergrößerung um etwa ein Drittel. Wenn es dann wieder taut, bleibt ein Hohlraum im Straßenkörper. Durch ständiges Überfahren dieses Hohlraums, insbesondere durch Schwerlastverkehr, bricht die Oberfläche irgendwann ein, und ein Schlagloch entsteht.

Wächst das Schlagloch-Risiko mit der Verkehrsdichte? Man kann nicht generell sagen, dass viel befahrene Straßen gefährdeter sind. Es kommt auf die Vorschädigung einer Straße an. Auf einer viel befahrenen Straße, die schadensfrei und vom Aufbau her richtig dimensioniert ist, wird sich kein Schlagloch bilden.

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Wie werden die Schlaglöcher erfasst? Die Mags-Straßenkontrolleure erfassen bei Kontrollgängen alle Straßenschäden, auch die Schlaglöcher. Hinzu kommen Meldungen und Hinweise von Bürgern oder Mags-Kollegen, die beispielsweise als Mülldetektive, Müllwerker oder Baumkontrolleure unterwegs sind

 Ein langer Riss in der Korschenbroicher Straße.
Ein langer Riss in der Korschenbroicher Straße. Foto: Simon Phlipsen / Julius Breuer

Hat der weggetaute Schnee mehr Schlaglöcher ans Tageslicht gebracht?   Seit einigen Tagen ist tatsächlich ein  Anstieg von Meldungen aus der Bürgerschaft um rund 30 Prozent zu verzeichnen.

Wie viele Schlaglöcher wurden bei der Mags nach dem letzten Winter registriert? Der letzte Winter war unauffällig. Von Oktober bis März werden im Schnitt 2500 Schlaglöcher gemeldet.

 Auf der Aachener Straße gibt es gleich mehrere Löcher.
Auf der Aachener Straße gibt es gleich mehrere Löcher. Foto: Simon Phlipsen / Julius Breuer

Wie schnell werden Schlaglöcher repariert? Und wie? Schlaglöcher werden generell sehr kurzfristig nach Kenntnis repariert. Bei einer Wetterlage von unter fünf Grad Celsius ist der Einbau von Heißasphalt allerdings nicht möglich. Es wird deshalb dann provisorisch mit sogenanntem Wintermischgut oder Kaltasphalt repariert. Sobald die Witterung konstant milder wird, beginnen Reparaturen mit Heißasphalt. Wo der Zustand der Straße es zulässt, wird ein Quadrat rund um das Schlagloch ausgeschnitten und dadurch nachhaltiger repariert. Außerdem gibt es parallel eine Liste mit Maßnahmen von bis zu 100 Quadratmetern, die repariert werden. Im Mai starten zudem umfangreiche Deckensanierungen.

Wie viele Mags-Mitarbeiter sind unterwegs, um Straßenschäden zu erfassen? Derzeit untersuchen acht Straßenkontrolleure eine Laufstrecke von je 16,5 Kilometern Länge täglich.