Auskunftssperren in Mönchengladbach 1846 Gladbacher sind offiziell in Gefahr

Mönchengladbach · Wer um Leib und Leben fürchtet wegen seines Berufs, seines ehrenamtlichen Engagements oder etwa durch Stalker, kann bei der Stadt eine Auskunftssperre im Melderegister beantragen. Wie das geht und für wie viele Frauen und Männer das schon gilt.

 Die Meldebehörde in Mönchengladbach ist im Vitus-Center am Hauptbahnhof gelegen.

Die Meldebehörde in Mönchengladbach ist im Vitus-Center am Hauptbahnhof gelegen.

Foto: Andreas Gruhn

Viele Mönchengladbacher müssen so um ihre Sicherheit fürchten, dass die Stadt ihnen ein besonderes Recht zu erkannt hat: Für sie ist eine Auskunftssperre im Melderegister eingetragen, die dafür sorgt, dass nur noch in eng begrenzten Ausnahmefällen eine Melderegisterauskunft (zum Beispiel Name, Anschrift) zu den Daten erteilt wird. Und das betrifft nicht wenige Menschen, die derzeit in der Stadt wohnen oder einmal in Mönchengladbach gemeldet waren und deren Auskunftssperre auch weiterhin gilt. Nach Auskunft aus dem Rathaus ist für 1846 Menschen eine Auskunftssperre im Mönchengladbacher Melderegister eingetragen. Sie erfüllen demnach die Voraussetzungen aus Paragraf 51 des Bundesmeldegesetzes, wonach ihnen durch eine Melderegisterauskunft eine Gefahr für Leben, Gesundheit, persönliche Freiheit oder ähnliche schutzwürdige Interessen erwachsen könne. Mit anderen Worten: Genau 1846 Gladbacher sind offiziell in Gefahr.