Schüler aus Mönchengladbach verliert Arme und Beine „Es gibt keinen Grund für mich, traurig zu sein“

Mönchengladbach · Als Folge einer Blutvergiftung mussten Fabian beide Arme und beide Beine amputiert werden. Nun durfte der 14-Jährige erstmals aus der Klinik zu seiner Familie nach Mönchengladbach. Wir haben ihn getroffen.

 Fabian zusammen mit seinen Eltern Alexander Abels und Rebecca Ringels-Abels auf der neuen Terrasse der Familie. Während er im Krankenhaus war, zog seine Familie in eine neue, barrierefreie Wohnung.

Fabian zusammen mit seinen Eltern Alexander Abels und Rebecca Ringels-Abels auf der neuen Terrasse der Familie. Während er im Krankenhaus war, zog seine Familie in eine neue, barrierefreie Wohnung.

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Lässig sitzt Fabian in seinem elektrischen Rollstuhl. Den linken Arm legt der 14-Jährige über die Lehne. Vor ihm auf dem Tisch steht ein Glas Eistee mit Eiswürfeln. Er beugt sich vor, hält mit beiden Armstümpfen das Glas fest und trinkt durch den Strohhalm. Für Fabian kein Problem. „Es gibt keinen Grund für mich, traurig zu sein“, sagt Fabian. „Du freust dich darüber, was du hast und denkst nicht an das, was du nicht hast“, sagt Fabians Mutter Rebecca Ringels-Abels zu ihrem Sohn. Fabian nickt. Sein Optimismus, seine Tapferkeit und seine Kraft sind bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Fabian vor dreieinhalb Monaten eine Blutvergiftung und ein multiples Organversagen erlitt. Beinahe wäre er daran gestorben. Um sein Leben zu retten, mussten ihm vier Gliedmaßen abgenommen werden, nachdem sie abgestorben waren.