Mönchengladbach: 125 Jahre Volksgarten

Mönchengladbach : Stadtteilfest: 125 Jahre Volksgarten

Der Textilunternehmer Peter Krall vermachte der Stadt nach seinem Tod im Jahre 1893 den Garten. Er sollte jedem Bürger zugänglich sein.

Bereits seit 125 Jahren gibt es den bekannten Volksgarten. Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten findet am 8. Juli von 13 bis 18 Uhr ein Stadtteilfest statt, an dem sich rund 25 Organisationen und Initiativen aus Hardtenbroich und Pesch beteiligen werden - Kindergärten, Altenheime, Karnevalsgesellschaften und Integrationsvereine. Sozialpartner Gerhard Kalter von der Stadtverwaltung freut sich über solche „Kleinigkeiten, die dazu führen, dass ein Quartier enger zusammenwächst“.

Die Geschichte des Volksgartens reicht bis weit in die Vergangenheit zurück. Der Textilunternehmer Peter Krall vermachte der Stadt nach seinem Tod im Jahr 1893 ein rund 16 Hektar großes Gelände. Die Auflage: Das Gebiet sollte jedem Bürger als Volksgarten jederzeit zugänglich sein. Bevor der Unternehmer starb, baute er das Terrain von den Beschäftigten seiner Fabrik zu einer Gartenlandschaft um. Möglicherweise war das eine der ersten sozialen Arbeitsmarktmaßnahmen überhaupt. Heute ist das Gelände durch Zukäufe von weiteren Stiftungen auf 120 Hektar angewachsen.

Bezirksvorsteher Hermann-Josef Krichel-Mäurer sieht durch das Jubiläum einen guten Anlass zum Feiern. Es biete „eine schöne Gelegenheit, um die Menschen aus dem umliegenden Stadtteil Hardterbroich-Pesch zusammenzubringen“.

Die beteiligten Organisationen haben zahlreiche Angebote vorbereitet. Es gibt Stände der beteiligten Einrichtungen und Mitmach-Aktionen für Jung und Alt. Ansonsten ist ein Bühnenprogramm in der Konzertmuschel mit DJ und Live-Acts geplant.

Auch die Organisation selbst hat bereits positive Effekte erzielt: aus den Planungstreffen ist ein „Runder Tisch“ entstanden, bei dem sich alle Akteure des Stadtteiles Hardtenbroich-Pesch regelmäßig treffen und austauschen. Die Stadt Mönchengladbach hat den Quartiersgedanken ebenfalls mit aufgenommen und stellt derzeit ein Konzept zur integrierten Stadtteil- und Quartiersarbeit in Aussicht. Im Rahmen des Förderprojektes „Altengerechte Quartiere“ des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung unterstützt und begleitet die Stadt Einrichtungen und Akteure bei der Vernetzung.

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