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Mönchengladbach: Moderne Altenarbeit bei der Awo

Mönchengladbach : Moderne Altenarbeit bei der Awo

Seit einem Jahr läuft das Projekt "Modernisierung der offenen Altenarbeit" bei der Arbeiterwohlfahrt in Gladbach. Jetzt wurden erste Ergebnisse vorgestellt – und die zeigen, dass die richtige Richtung eingeschlagen worden ist.

Seit einem Jahr läuft das Projekt "Modernisierung der offenen Altenarbeit" bei der Arbeiterwohlfahrt in Gladbach. Jetzt wurden erste Ergebnisse vorgestellt — und die zeigen, dass die richtige Richtung eingeschlagen worden ist.

 Kochen unterstützt das Gedächtnis.
Kochen unterstützt das Gedächtnis. Foto: ddp

Stadtteile Die Idee des Projekts ist so simpel wie clever: Mitarbeiter und Ehrenamtliche werden in Workshops zu bestimmten Themen geschult und setzen ihre Erkenntnisse dann in den Begegnungsstätten der Arbeiterwohlfahrt Mönchengladbach um. "Die Mitarbeiter sollen als Multiplikatoren dienen und ihr Wissen in die Gruppen tragen", erklärt Margret Kontalis-Weiß, Leiterin des Projekts "Modernisierung der offenen Altenarbeit".

 Schach ist gut fürs Gehirn.
Schach ist gut fürs Gehirn. Foto: istockphoto.com

Seit Anfang Oktober 2010 arbeitet die Awo nun an diesem Projekt. Seitdem hat sie einerseits eine Analyse ihrer Klientel aufgestellt: Es zeigte sich, dass in den meisten Begegnungsstätten hauptsächlich Frauen zu Besuch sind. Im Internationalen Zentrum an der Oberheydener Straße stammt der Großteil der Gäste aus dem Ausland — was nicht unbedingt zu einer Integration der Migranten führt.

 Gespräche fördern die soziale Kompetenz.
Gespräche fördern die soziale Kompetenz. Foto: M. van Offern
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Um solche Ungleichheiten zu lösen, hat die Awo verschiedene Workshops angeboten, um die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen zu schulen und zu sensibilisieren. Jeweils 20 bis 25 Personen haben an den Workshops teilgenommen. Erste Ergebnisse wurden auch schon in der Praxis umgesetzt.

INTERKULTURELLE ÖFFNUNG In diesem Seminar haben die Teilnehmer über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Religionen gesprochen. "Wir möchten die anderen Häuser einladen, uns zu besuchen", erklärte Asma Said von der marokkanischen Frauengruppe. Und sie forderte auf: "Lasst uns aus dem Ausländerhaus ein gemeinsames Haus machen."

GEHIRNFORSCHUNG Im Alter lässt das Gedächtnis nach — doch wie fördert man es? Dieser Frage sind die Teilnehmer des Workshops nachgegangen. "Dabei ist uns aufgefallen, dass wir schon einige Angebote haben, die das Gedächtnis unterstützen", erzählt Karl-Heinz Kirchner, Ehrenamtlicher bei der Awo in der Stadtmitte. "Zum Beispiel Kartenspielen, Tanzen 50 plus oder den Lesekreis. Jetzt wollen wir noch Schwimmgruppen und Nordic Walking anbieten."

ALTERSFORSCHUNG Die Geragogik ist die Alterspädagogik und sehr hilfreich für die Mitarbeiter der Awo. In dem Seminar haben die Teilnehmer gelernt, wie sich Depressionen entwickeln und wie man solche Menschen in den Ablauf einbinden kann. Besonders wichtig sind Gespräche.

METHODIK Damit die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen sich professionell um die Besucher kümmern können, wurde auch ein Workshop zur methodischen Kompetenz angeboten. Themen waren dabei zum Beispiel die Organisation, die Leitung von Gruppen, aber auch emotionales Einfühlungsvermögen gegenüber Fremden.

(RP)