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Mönchengladbach: Mode: Das empfehlen junge Designer

Mönchengladbach : Mode: Das empfehlen junge Designer

Mal sportlich, mal elegant, mal verspielt: Drei Modeschöpferinnen aus Mönchengladbach haben für die Rheinische Post ein Model mit aktueller Sommermode eingekleidet. Wir verraten, wo es die Outfits gibt und was sie kosten.

Von der Idee über die Zeichnung zum Schnittmuster, von der Nähmaschine über die Ladentheke bis an den Kunden. Ein eigenes, kleines Modelabel, das ist nicht nur ein Lebenstraum, sondern auch eine große Aufgabe, die viele Talente erfordert: Liebe zum Detail, Geschäftssinn, Gespür für die Wünsche der Kunden. Drei junge Designerinnen aus Mönchengladbach zeigen, was diesen Sommer getragen wird. Gute Laune — egal, bei welcher Wetterlage — garantiert.

Spochtsfrau

"Am Anfang steht immer eine kleine Geschichte. Ich stelle mir zum Beispiel den Strand vor, das rauschende Meer — und eine freche Möwe", erklärt Designerin Silke Molitor den Weg zur aktuellen Sommerkollektion von Spochtsfrau. Tatsächlich, die Möwe auf einem dunkelblauen Oberteil hat es auf eine Tüte Pommes abgesehen. "Die Kleidung soll immer etwas Unkonventionelles zeigen, überraschend oder sogar irritierend sein. Ich verbinde auch gerne Dinge miteinander, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen." Doch nicht nur die freche Möwe findet bei Silke Molitor eine Plattform. Ob Qualle, Gottesanbeterin oder Käfer, sie alle finden sich auf Spochtsfraus T-Shirts wieder. Plötzlich wirken die Tiere, zu denen die meisten Menschen eher auf Abstand gehen, ziemlich cool und lässig. Das ist das Prinzip von Spochtsfrau, sagt Silke Molitor: "Einfach ein Oberteil und eine Hose überstreifen, ohne sich große Gedanken machen zu müssen. Das geht sehr einfach mit dieser Kleidung."

Barike

Was inspiriert Barbara Schwinges zu ihrer Mode? "Das ist ganz unterschiedlich. Popkultur, Reisen, das kann auch einfach ein besonderer Stoff oder eine Farbe sein. Es gibt kein Konzept." Barike steht für sehr chice und feminine Kleidung. "Bei dieser Kollektion bin ich etwas romantischer und verspielter als sonst geworden. Die Schnitte sind zum Teil an die Silhouetten der 50er Jahre angelehnt", sagt die Designerin. Wenige knallige Farben, eher dezente Töne, manchmal kombiniert mit floralen Mustern. Barbara Schwinges Kundenspektrum erstreckt sich von der jungen Frau bis zur älteren Dame. Für jede ist etwas dabei. Manchmal kann man der Designerin auch beim Arbeiten über die Schulter schauen. Ihr Schneidertisch steht direkt am Schaufenster. Alle Stücke ihrer Kollektion werden in der Mouck Designschmiede genäht. Hier entwirft auch Goldschmiedin Martina Misch ihren Schmuck. Nicht selten ergibt sich aus der edlen Mode und dem filigranen Schmuck eine besonders schöne Kombination.

Eva Brachten

"Schon in der Schule hat es mich gestört, wenn mehrere Mädchen die gleiche Kleidung trugen. Oder ich mir etwas gekauft hatte und jeder sofort wusste, woher es stammte", sagt Eva Brachten. Deshalb gibt es bei ihr einen Grundsatz: Jedes Teil ist ein Einzelstück — und zwar ein ziemlich buntes. "Ich liebe einfach Farben", schwärmt die Designerin. Kleidung von Eva Brachten ist nichts für Schüchterne, denn die vielen Muster und Farben ziehen Aufmerksamkeit auf sich. "Ich orientiere mich nicht so sehr an Trends, sondern verarbeite alle Muster und Materialien, die mir gefallen. In einem Kleid steckt etwa Seide von meinem letzten Asien-Trip." Die Mutter eines sieben Monate alten Sohnes hat neben Kleidung aber auch Handtaschen, Kulturbeutel und Schals im Sortiment. "Zuletzt habe ich mir selbst eine Tasche für Baby-Zubehör genäht. Auch das inspiriert irgendwo."

(ansc)