Mönchengladbach: Mit einer Tasse Kaffee in der Citykirche Gutes tun

Mönchengladbach: Mit einer Tasse Kaffee in der Citykirche Gutes tun

So funktionierte die Aktion "Coffee Stop": eine Tasse Kaffee trinken und so das Hilfswerk Misereor unterstützen.

Es muss nicht immer der große Spendenscheck sein, der etwas bewirken kann. Initiatorin Ellen Weitz ist sicher: "Man kann auch mit kleinen Dingen etwas erreichen. Mit dem Erlös, den wir mit der Aktion erzielen, können wir viele kleine Projekte unterstützen." Die Idee zum Coffee Stop kam ihr, als sie in Jüchen im Rewe Markt eine Gruppe Frauen von der katholischen Liga traf, die dort einen Coffee Stop aufgebaut hatten. Das wäre auch etwas für Mönchengladbach, dachte sie sich und rief den ersten Coffee Stop in Mönchengladbach ins Leben.

Ziel der Aktion ist es, mit einer schönen Tasse Kaffee gegen eine Spende das katholische Hilfswerk Misereor zu unterstützen. "Der komplette Erlös geht zu 100 Prozent an das Hilfswerk.", betont Uwe Reindorf von der St. Vitus Gemeinde. Ein konkretes Projekt haben sie nicht im Auge. Vielmehr soll das Geld mehreren kleinen Projekten zu Gute kommen. Der Zeitpunkt lag in der Fastenzeit - ein bewusst gewählter Termin. "In der Fastenzeit hinterfragen wir: Was ist eigentlich wichtig im Leben? Der Blick geht auch über den Tellerrand hinaus zu denjenigen, denen es nicht so gut geht", erzählt Ellen Weitz. Viele freiwillige Helfer sorgten dafür, dass aus der City Kirche am Alten Markt eine gemütliche Kaffeestube wurde, inklusive selbst gemachter Muffins. Die Tische waren liebevoll mit Blumen und bunten Servietten gedeckt, im Hintergrund lief Musik.

Juliana Hendiran kam mit ihrer Familie zum Coffee Stop. Sie war als Helferin dabei und stand stolz hinter der Theke und schenkte Kaffee oder Tee aus und wies lächelnd auf das umfangreiche Informationsmaterial hin. "Ich finde es gut, das man für eine solche Sache spendet. Ich liebe Kinder und möchte nicht, dass sie leiden", sagte sie und fügte hinzu: "Ich bin traurig, wenn ich sehe, dass ich zur Schule gehen kann und weiß, dass viele Kinder das nicht können." Ihre Eltern sind stolz auf ihre Tochter und sind auch gekommen, um die Aktion zu unterstützen: "Ich finde es gut, dass es eine solche Aktion gibt", bekräftigte Nesamala Hendiran.

(RP)