Mietspiegel Mönchengladbach: Preise für Büros und Hallen für Unternehmen steigen

Gewerbemietspiegel für Mönchengladbach : Auch Immobilienpreise für Unternehmen ziehen spürbar an

Unternehmen auf der Suche nach einem neuen Standort mussten 2019 steigende Preise in Kauf nehmen. Nur für Einzelhändler sind die Mieten konstant geblieben – und das ist wenig verwunderlich.

Nicht nur Wohnungen und Einfamilienhäuser sind in Mönchengladbach teurer geworden. Die gestiegenen Preise bekommen auch Unternehmen zu spüren, die auf der Suche nach einer neuen Bleibe sind – egal, ob es nun Büros oder das Baugrundstück für die neue Fertigungshalle sind. Die Büromieten in Mönchengladbach sind laut Gewerbepreisspiegel des Immobilienverbandes IVD leicht gestiegen auf 7,50 Euro pro Quadratmeter für einfachen Nutzungswert. 2018 waren es noch 6,50 Euro. Büros mit mittlerem Nutzungswert kosteten 2018/2019 9,50 Euro statt 9 Euro. Der Mietpeis für gute Büros blieb konstant bei 13 Euro. „Dieser Preis ist aber nur für top-ausgestattete Büros in der Innenstadt oder im Nordpark zu erzielen“, sagt Norbert Bienen, Vorsitzender des IHK-Immobilienausschusses.

Obwohl im Nordpark rege gebaut wird und ein neues Bürohaus neben dem anderen aus dem Boden wächst, gibt es nur sehr wenig Leerstand in der Stadt. Bienen schätzt den Bestand der freien Flächen auf unter drei Prozent. „Der Markt braucht aber rund fünf Prozent, um auch kurzfristige Nachfrage bedienen zu können“, sagt Bienen. Die Nachfragen seien sehr vielfältig, demnach müsse dies auch das Angebot hergeben. Wenn Unternehmen in der Stadt keine Flächen finden, dann suchen sie eben woanders. Damit verliert Mönchengladbach im schlimmsten Fall Arbeitsplätze.

Gewerbeflächen sind rar geworden in der Stadt, das macht sich auch bei den Preisen bemerkbar. Die Verkaufspreise für Baugrundstücke in Gewerbegebieten lagen 2018/2019 bei 140 Euro pro Quadratmeter in guter Lage (davor 130 Euro), in mittlerer Lage bei 85 Euro pro Quadratmeter (davor waren es 80 Euro gewesen). „In diesem Segment fehlt es an allen Ecken und Enden“, sagt Bienen. Vor allem kombinierte Hallen und Büroflächen seien derzeit stark gefragt, sowohl was Miet- als auch Kaufnachfrage angehe. Das ist vor allem ein Problem für Unternehmen mit eigener Fertigung, also für den gewerblichen Sektor. Und gerade in diesem Bereich hat Mönchengladbach in den vergangenen 20 Jahren die meisten Arbeitsplätze eingebüßt.

Genau umgekehrt ist das bei Flächen für Geschäftsleute und Einzelhändler: Es gibt viel Leerstand inzwischen nicht mehr nur in der Rheydter City, sondern auch in der Gladbacher Innenstadt. Folglich sind die Ladenmieten zumindest nicht weiter gestiegen. Für die absoluten Toplagen wurden in der Spitze bis 75 Euro pro Quadratmeter verlangt, die untere Grenze lag bei 40 Euro (für größere Flächen). In der 1B-Lage in den Zentren wurden 35 bis 13 Euro abgerufen (je nach Ladengröße). In Nebenkernen verlangten Hausbesitzer für 1A-Lagen zwischen 14 und 10 Euro pro Quadratmeter. Nur in den B-Lagen der Nebenzentren sind die Mieten leicht gestiegen auf 9,50 bis 7 Euro pro Quadratmeter (davor waren es 8 bis 6 Euro pro Quadratmeter).