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Mönchengladbach: "MG+" frischt den Immobilienmarkt auf

Mönchengladbach : "MG+" frischt den Immobilienmarkt auf

In Mönchengladbach herrscht Aufbruch-Stimmung, und die ist offensichtlich beim Immobilienmarkt angekommen. Zur vierten Immobilienmesse der Rheinischen Post war die Stimmung der Experten im Haus Erholung sehr gut. Denn in der Vitusstadt sind Immobilien gefragt.

Hier erfährt der Markt eine positive Entwicklung, vor allem im Bereich von Grundstücken und Neubauten, die mitunter auch Interessenten aus Düsseldorf anlocken.

"Wir sind sehr zufrieden", sagte etwa Stefan Schult von der Immobilienberatung Frank Mund zum Interesse am Vitus Park. Als Begleiterscheinung der Anstrengungen auf dem Weg zur qualitativ und quantitativ wachsenden Stadt beobachtet er steigende Nachfragen: "Attraktive Immobilien sind selten lange im Bestand. Wenn etwas Vernünftiges zu einem nicht illusionistischen Preis angeboten wird, ist der Markt gut", sagte Schult.

Zwölf Unternehmen informierten über Angebote und Investitionsmöglichkeiten. Fachvorträge ergänzten die persönliche Beratung: Immobilienberater Arno Carstensen informierte über den Umgang mit der Erbimmobilie und zur Frage nach dem realistischen Preis der eigenen Immobilie. Lutz Hütten referierte über Stolperfallen beim privaten Kauf und Frank Mund über Möglichkeiten, eine passende Immobilie zu finden.

Der Wunsch nach Kapitalanlagen in Mönchengladbach ist offenbar gestiegen. "Vor zehn Jahren gab es keine Anfragen für Grundstücke, die für Mehrfamilienhäuser geeignet sind. Der Fokus lag nicht auf Mönchengladbach. Doch das ist jetzt anders. Mit Masterplan und ,MG+' kommt frischer Wind in die Stadt, und das ist gut für Investitionen. Die Menschen wollen da wohnen und arbeiten, wo sie sich wohlfühlen und die Faktoren dafür stimmen", fasste Klaus Quasten von der Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach die aktuelle Situation zusammen. Optimistisch prognostizierte Quasten, dass die positive Entwicklung erst der Beginn eines Prozesses ist, der in Gänze noch nicht absehbar ist und dank der Niedrigzinsen durch einen glücklichen Zufall unterstützt wird.

Jan Drenker von Engel und Völkers Immobilien beobachtete ebenfalls erfreuliche Auswirkungen im Zuge der städtebaulichen Maßnahmen. "Die Verkaufsdauer ist gegenüber früher deutlich verkürzt. Man merkt, dass Mönchengladbach im Vergleich zu den Städten Viersen und Krefeld deutlich an Anreiz gewonnen hat. Wir haben einen Ansturm im privaten Bereich. Auch kleine Wohnungen sind bei Kleininvestoren beliebt. Im Commercial Bereich hatten wir im vergangenen Jahr ein Rekordjahr", sagt er.

Schwierig zu vermitteln seien allerdings die sogenannten Fehllagen, kommentierte Drenker den Run auf mittlere und gute Lagen. Der Neuwerker Christian Spieker wünschte auf der Suche nach einer Bestandsimmobilie "relativ konkrete Informationen" und fühlte sich sehr gut beraten. Der zweifache Familienvater hatte ebenfalls beobachtet, dass aktuell die Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum höher ist als das Angebot.

(RP)